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Heute im Logistik-Newsflash gibt es Neuigkeiten von GLS, Zalando, dem deutschen Bahnverkehr, Amazon und DHL Freight.

Zugwagons
© Egorov Artem / shutterstock.com

GLS: Zweiter Standort bei Dresden eröffnet

Der Paketdienstleister GLS Germany hat bei Dresden jetzt ein zweites Depot in Betrieb genommen. Der Standort Bretnig hat seine Kapazitätsgrenzen bereits erreicht, ab sofort soll das neue Depot im Gewerbegebiet Zschoner Ring in Kesselsdorf „die Zustellqualität auch bei weiter wachsendem Versandvolumen“ sicherstellen, erklärt Marc Baumgarte, Region Manager Germany East der GLS, in einer Meldung des Unternehmens. In der 2.000 Quadratmeter großen Halle können aktuell täglich an die 6.500 Pakete umgeschlagen werden. Der neue GLS-Standort ist aber bereits jetzt für die Zukunft gerüstet und lässt sich bei zunehmender Paketmenge problemlos um einen weiteren Hallenteil vergrößern, um so die Kapazitätsmengen auf 12.000 Pakete pro Tag anzuheben.

Zalando verlangt erstmals Liefergebühren

Mit der eigenen Politik, keine zusätzlichen Gebühren für Versand und Retoure zu verlangen, hat sich Zalando zu einem der größten Fashion-Anbieter gemausert. Wie es scheint, werden einige Kunden künftig auf diesen Service verzichten müssen, denn der Online-Händler wird erstmals Versandgebühren verlangen. Wie bei den OnlinehändlerNews zu lesen ist, bezieht sich diese neue Regelung allerdings vorerst nur auf Italien. Liegt der Bestellwert unter 25 Euro, werden 3,50 Euro Versandgebühren fällig. Grund dafür könnte das Einkaufsverhalten der Italiener sein, da sie ihre gewünschten Artikel oft einzeln bestellen. Diese Erklärung könnte darauf hinweisen, dass Italien das einzige Land mit Liefergebühren bleibt. Allerdings könnte Zalando damit auch einen ersten Schritt unternehmen, aus den roten Zahlen des dritten Quartals wieder herauszukommen. Ob und vor allem wann die neuen Liefergebühren kommen, wurde bislang noch nicht offiziell bekannt gegeben.

Unpünktlichkeit der Bahn behindert den kombinierten Güterverkehr

Während der Podiumsdiskussion anlässlich des 90. Jubiläums der Studiengesellschaft für den Kombinierten Verkehr (SGKV) Mitte der Woche in Berlin wurde der deutsche Bahnverkehr hinsichtlich seiner Unpünktlichkeit gerügt. „Der Kern des Bahnverkehrs – die Pünktlichkeit – funktioniert nicht“, wird Peter Füglistaler, Direktor des Schweizerischen Bundesamtes für Verkehr (BAV), bei der Verkehrsrundschau zitiert. Investitionen bleiben vergeblich, sollte der Transport auf deutscher Seite nicht funktionieren, heißt es weiter. So gab der KV-Logistiker Hupac intermodal an, bei rund 30.000 Zugfahren jährlich an die 100 Lokführerjahre durch Verspätungen zu verlieren. Ein weiteres Problem des kombinierten Verkehrs ist der Zugführermangel, der auch ohne Verspätungen bereits erheblich ist. Rund 6.000 Lokführer fehlen, um auch für die Zukunft gut aufgestellt zu sein. Dennoch führt an der Automatisierung kein Weg vorbei, auch über längere Züge müsste man intensiv nachdenken, so die Vorschläge von Michail Stahlhut, CEO des KV-Logistikers Hupac.

Weihnachtsgeschäft im Amazonlager: 15 Millionen Pakete in der Woche

Das Weihnachtsgeschäft steht in den Startlöchern und Online-Riese Amazon bereitet sich in seinem Logistikzentrum in Dortmund mit aller Kraft auf das bevorstehende Arbeitspensum vor. Rund 15 Millionen Pakete werden hier wöchentlich erwartet. Um alle bearbeiteten zu können, wurden rund 350 neue Mitarbeiter eingestellt, das Schichtsystem auf drei Schichten erhöht und zusätzliche Roboter in Betrieb genommen, die beim Stapeln der Pakete helfen sollen, schreibt Dortmund24. Gerade in der stressigen Weihnachtszeit wird die Kritik immer lauter, Amazon würde seine Mitarbeiter nicht fair behandeln. In Dortmund will man davon nichts wissen, selbst Saisonkräfte seien direkt bei Amazon und nicht bei Leiharbeitsfirmen angestellt. Zusätzlich gibt es Weihnachtsgeld. Dennoch ruft die Gewerkschaft Verdi immer wieder zu Streiks beim Online-Händler auf. Es bleibt abzuwarten, wie das diesjährige Weihnachtsgeschäft über die Bühne geht.

DHL Freight startet Initiative gegen den Fahrermangel

Dem Fahrermangel in der Logistikbranche will DHL Freight mit einer neuen Initiative entgegenwirken. Zunächst werden in einem Pilotprojekt an fünf Standorten veränderte Jobprofile mit abwechslungsreicher Arbeit angeboten, wie die Deutsche Post DHL Group zum neuen Projekt schreibt. „Die Fahrerinitiative sieht einen rotierenden Einsatz vor, wonach die neuen Mitarbeiter nicht durchgehend als Fahrer eingesetzt werden. In den Hochphasen werden sie die Kapazitäts-engpässe auf den Straßen abfangen. In ruhigeren Phasen werden sie im Umschlaglager beschäftigt. Die neuen Fahrer werden auf Basis der geltenden Tarifverträge vergütet", heißt es in der Meldung dazu. Damit will DHL Freight bis zu 500 Stellen in Europa schaffen, um die Zustellung besonders zu Hochzeiten, wie um Weihnachten rum, zu gewährleisten.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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