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Kleinere Online-Händler sollen mit der neuen Plattform von Otto ein professionelles Fulfillment anbieten können. Otto verlangt bei seinem Service von den Händlern kein Mindestvolumen an Lieferungen wie bei großen Fulfillment-Dienstleistern. Kleine Unternehmen sollen so auch auf Marktplätzen wie Amazon verkaufen können, die ihnen vorher verwehrt blieben.

Paket packen Händler
© Africa Studio / shutterstock.com

Die neue Fulfillment-Plattform heißt ondemandcommerce.com (ODC) und richtet sich an kleine und mittelständische Online-Händler, die zuvor keine Fulfillment-Dienste größerer Anbieter nutzen konnten, weil sie bestimmte Vorgaben wie etwa ein Mindestvolumen an Lieferungen nicht erfüllen konnten. Otto verlangt für die Nutzung seiner Plattform ODC hingegen weder eine Mindestmenge noch eine monatliche Grundgebühr oder die sonst üblichen Einstiegskosten, berichtet dvz.de. „Egal, ob ein oder tausend Pakete pro Tag – dank der digitalisierten Prozesse können wir problemlos skalieren und bieten eine Lösung, die mit dem Auftragsvolumen unserer Kunden mitwächst“, sagt Christian Athen, Geschäftsführer und einer der drei Gründer von ODC.

Mit ODC können Händler auch bei Amazon verkaufen

Die Plattform soll alle gebräuchlichen ERP- und Shop-Systeme anbinden können. Auftragsstatus, Bestände und Trackinginformationen werden vollautomatisch synchronisiert und innerhalb von Sekunden dargestellt. Mit ODC erfüllen Händler außerdem die Vorgaben für die verschiedenen Amazon Services und Versandmöglichkeiten wie Fulfillment by Amazon (FBA), Amazon-Replenishments und Prime by Merchant (Prime durch Verkäufer). So sollen die kleineren Händler auch den Verkauf über Marktplätze wie Amazon steigern können. 

Das Besondere dabei: Bei den Lieferungen können die Pakete im Design des Händlers gebrandet und etwa auch Marketing-Materialien beigelegt werden. ODC nutzt außerdem keine eigenen Logistik-Standorte, sondern baut stattdessen ein Warehouse-Netzwerk aus Drittanbietern auf.

Rund 60 Unternehmen nutzen laut Otto die Plattform bereits, darunter StartUps aus der Fashion-, Food-, Home- und Living-Branche. Die Plattform ODC wurde entwickelt vom Otto-Tochterunternehmen Digital Solutions, dass auf das Entwickeln neuer Geschäftsmodelle und Unternehmen spezialisiert ist. „ODC ist ein gutes Beispiel für unsere Investitionen in Neugründungen entlang der Wertschöpfungskette der Otto Group. Mit dem offenen Technologieansatz von ODC haben wir das Potential, einen neuen Wachstumstreiber für handelsnahe Logistik-Dienstleistungen innerhalb der Gruppe aufzubauen“, sagt Sebastian Klauke, Chief Digital Officer der Otto Group.

/ Geschrieben von Markus Gärtner


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