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Die Deutsche Post DHL Group hat ihre Geschäftszahlen für das dritte Quartal veröffentlicht. Trotz eines massiven Gewinneinbruchs von über 50 Prozent gibt sich Post-Chef Frank Appel optimistisch für die anvisierten Jahresziele.

DHL Standort Dresden
© Deutsche Post DHL Group

Die Verluste im Brief- und Paketgeschäft machen der Deutschen Post schwer zu schaffen. Zwar konnte der Umsatz im dritten Quartal des aktuellen Jahres um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 14,8 Milliarden Euro erhöht werden, der Gewinn sackte allerdings massiv ab. Lag das operative Ergebnis (EBIT) der Deutschen Post im dritten Quartal 2017 noch bei 834 Millionen Euro, konnten in diesem Jahr gerade einmal 376 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Das bedeutet ein Rückgang von stolzen 54,9 Prozent. Besonders die aktuelle Sanierung der Brief- und Paketsparte schlägt sich auf den Gewinn nieder. Für das gesamte Jahr hat Post-Chef Frank Appel einen Mehraufwand von 500 Millionen Euro angekündigt, um unter anderem die Produktivität in diesem Bereich wieder zu steigern. In den Monaten Juli bis September fielen dafür bereits 392 Millionen Euro an.

„Die Herausforderungen in unserem Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel packen wir entschlossen an und kommen bei der Umsetzung der angekündigten Maßnahmen zur Verbesserung der Produktivität und der Kostenstruktur zügig voran. Die Effekte werden sich schon im kommenden Jahr deutlich zeigen”, so Frank Appel, Vorstandsvorsitzender von Deutsche Post DHL Group, in einer Meldung des Unternehmens.

Post-Chef Frank Appel bestätigt Jahresprognosen

Trotz des drastischen Gewinneinbruchs zeigt sich der Logistiker für die Zukunft optimistisch. „Wir sind zuversichtlich, unsere Ergebnisziele für 2018 und 2020 zu erreichen, wenngleich die Anzahl der makroökonomischen Risikofaktoren - zum Beispiel im Hinblick auf Handelskonflikte und Währungsschwankungen - zuletzt deutlich zugenommen hat”, so der Konzernchef weiter. Im Juli hatte die Deutsche Post die operative Gewinnprognose um rund ein Viertel auf 3,2 Milliarden Euro gesenkt, dieses Ziel wird auch weiterhin verfolgt. Auch die Gewinnansprüche von über fünf Milliarden Euro für 2020 wurden bestätigt.

In den letzten Monaten hatte das Unternehmen mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. Erst im Juni trennte man sich vom damaligen Bereichsleiter Post - eCommerce - Parcel und Vorstandsmitglied Jürgen Gerdes, neuesten Gerüchten zufolge soll vergangene Woche auch Paket-Chef Achim Dünnwald gefeuert worden sein. Noch dazu wurde der geplanten Briefporto-Erhöhung für Anfang 2019 von der Bundesnetzagentur ein Riegel vorgeschoben. Es bleibt abzuwarten, welchen Erfolg die aktuelle Sanierung tatsächlich auf die Geschäfte der Deutschen Post haben wird.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


Kommentare

#1 Heidemann 2018-11-07 12:19
immer in die selbe Kerbe - die arme ,arme Post "nur" 376 Millionen Gewinn im 3. Quartal.
wir sollten sofort den Händler-Soli-Zu schlag für die darbende Post einführen !
da Frage ich mich nur ,wer denn die Sanierung aus welchen Töpfen bezahlt ?
(kann ja anscheinend kein verdientes Geld gewesen sein - oder sind das die rund 500 Millionen die den Unterschied zum 2. Quartal ausmachen ?)



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