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Die Post-Tochter StreetScooter will künftig das Modell Work L in Serie mit einer dreistelligen Stückzahl produzieren. Damit will man dem Ziel der emissionsfreien Zustellung ein Stückchen näher kommen. Gleichzeitig wurde eine Vereinbarung mit Westnetz getroffen, die künftig auch auf den Ausbau der Elektromobilität setzen.

Streetscooter im Kreisverkehr
© Deutsche Post DHL Post

Bis zum Jahr will die Deutsche Post DHL emissionsfrei arbeiten. Auf dem Weg dahin hat sich das Unternehmen nun ein neues Teilziel gesetzt: Die Post-Tochter StreetScooter will künftig ihre Modell Work L in Serie und bis 2020 in dreistelliger Stückzahl produzieren. Das elektrische Fahrzeug wird aktuell im Bereich DHL Express für die zeitnahe Zustellung und Abholung von Sendungen weltweit eingesetzt. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h kann das Fahrzeug auch auf Autobahnen fahren, was für für Expresszustellung wichtig ist. Laut Eurotransport sind momentan über 6.000 StreetScooter der Modelle Work und Work L sowie 2.600 Pedelecs im Einsatz, weitere E-Fahrzeuge sollen nach den neuen Plänen also schon bald folgen.

Modelle werden mit Brennstoffzellenantrieb versehen

Die in Serie produzierten StreetScooter sollen dann hauptsächlich mit Brennstoffzellenantrieb ausgestattet werden. "Die Brennstoffzelle ist leichter als die Batterie und flexibler als die Oberleitung", erklärte Achim Jüchter, Leiter Range Extender Systems bei Streetscooter die Vorteile des neuen Systems. Dennoch werde man nicht komplett auf die Batterie verzichten wollen: "Die Brennstoffzelle ermöglicht eine Reichweite von rund 540 Kilometern, die die ebenfalls verbaute Batterie um etwa 80 Kilometer Reichweite ergänzt", so bei Eurotransport weiterzulesen. Mit dem Umbau will man nicht nur die Zulieferindustrie für Brennstoffzellenfahrzeuge unterstützen, sondern hat auch andere große Pläne:  "Wir wollen den Anstoß für den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland geben", so Jüchter

Westnetz kauft 300 StreetScooter

Längst produziert die Post-Tochter die StreetScooter nicht nur für den eigenen Gebrauch, sondern auch für Drittunternehmen. Eine davon ist ab sofort auch der Energieverteilnetzbetreiber Westnetz. Mit der innogy-Tochter hat man nun eine langfristige Entwicklungspartnerschaft vereinbart, die unter anderem die Lieferung von 300 StreetScooter an Westnetz vorsieht. "Damit die Energiewende gelingt, müssen wir nicht nur den Strom- und Wärmesektor auf erneuerbare Energien umstellen. Auch im Bereich Verkehr - immerhin drittgrößter Energieverbraucher in Deutschland - müssen wir stärker auf Ökostrom setzen", betont Hildegard Müller, Vorstand Netz & Infrastruktur der innogy SE in einer Meldung der Deutschen Post DHL Group. "Deshalb treibt innogy den Ausbau der Elektromobilität voran. Einerseits durch den Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur, andererseits auch durch die Umstellung des eigenen Fuhrparks."

Die Elektrofahrzeuge werden nach den speziellen Anforderungen des Netzbetreibers modifiziert und sollen künftig als Betriebsfahrzeuge für die Netztechniker des Unternehmens einsetzt werden.

 

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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