Logo logistik Watchblog
Blogmenü

Ikea baut seine Omnichannel-Bestrebung weiter aus. Um den Anforderungen an ein verknüpftes Filial- und Versandhandel-Geschäft gerecht zu werden, hat der schwedische Möbelhändler den Logistikdienstleister SSI Schäfer mit dem Bau eines modernen Distributionszentrums beauftragt.

SSI Schäfer Hochregallager Ikea
© SSI Schäfer

Ikea kann bisher nur bedingt im Online-Geschäft überzeugen, doch die traditionelle Unterscheidung in die Vertriebskanäle Filial- und Versandhandel gibt es kaum noch und hat sich vielmehr in ein Omnichannel-Modell gewandelt. Zudem haben die Konkurrenten aus dem Netz dafür gesorgt, dass Ikea in puncto Vertriebskanäle umdenken muss. Diese Veränderungen haben entsprechende Auswirkungen auf die Intralogistik. Um diesen Herr zu werden, hat Ikea den Logistikspezialisten SSI Schäfer mit dem Bau eines neuen Distributionszentrums in Montreal beauftragt. Das neue Distributionszentrum wird die Versorgung der Einrichtungshäuser und des Online-Geschäfts sicherstellen.

Hochregallager mit 245.000 Palettenstellplätzen

In Montreal wird laut SSI Schäfer Meldung ein in Silobauweise errichtetes Hochregallager (HRL) Kern des neuen Logistikzentrums. Dieses bietet 245.000 Palettenstellplätze, die von 30 Exyz-Regalbediengeräten für doppeltiefe Ein- und Auslagerungen bedient werden. Das HRL wird die Ikea-Stores künftig mit sortenreinen Paletten sowie Mischpaletten versorgen. Letztere werden an Multi-Order-Picking-Arbeitsplätzen, welche durch eine zweite Elektrobodenbahn mit 35 Fahrzeugen auf einer Strecke von 525 Metern an das Hochregallager angebunden sind, nach dem Person-zur-Ware-Prinzip und unter Zuhilfenahme von Put to Light-Anzeigen zusammengestellt. Eine 750 Meter lange Elektrobodenbahn mit 42 Fahrzeugen wird die Wareneingangsstationen mit dem Hochregallager verbinden.

Software-Seitig kommt die WAMAS® Logistiksoftware zum Einsatz. Die Software steuert und optimiert alle Prozesse in den beiden automatisierten Lagern und soll für einen effektiven und koordinierten Ablauf sorgen sowie die rechtzeitige Bearbeitung der Store- und Online-Aufträge sicherstellen. Darüber hinaus ist die Logistiksoftware mit einer standardisierten Schnittstelle zum kundeneigenen Warehouse Management System verbunden.

Weitere Aufträge folgen

„Bei IKEA streben wir immer danach, für unsere Kunden noch erreichbarer, erschwinglicher und nachhaltiger zu sein. Dies setzt innovative Logistik mit Fulfilment-Aktivitäten unterschiedlichster Ausprägung und Form voraus, die es IKEA ermöglichen, ein Multi-Channel Händler zu sein“, erklärt Claudio Marconi, Head of Logistics Development der Inter Ikea.

Die geplante Fertigstellung des Projektes in Montreal ist für das Frühjahr 2020 angesetzt. Resultierend aus der positiven und partnerschaftlichen Zusammenarbeit wird SSI Schäfer auch zwei Folgeaufträge für Ikea in Torsvik (Schweden) und Lyssach (Schweiz) realisieren.

/ Geschrieben von Julia Ptock


Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Captcha aktualisieren