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Schaeffler hat in Kitzingen (Bayern) sein neues europäisches Distributionszentrum (EDZ) feierlich eröffnet. Die Kosten für das 38,5 Meter hohe Hochregallager belaufen sich auf 110 Millionen Euro. Von Kitzingen aus werden Produkte der Industriesparte von Schaeffler für den europäischen Markt versandt.

Festliche Eröffnung des neuen EDZ Mitte von Schaeffler in Kitzingen.
Festliche Eröffnung des neuen EDZ Mitte von Schaeffler in Kitzingen. | © Schaeffler

Die Schaeffler Gruppe hat im bayerischen Kitzingen das neue europäische Distributionszentrum (EDZ) feierlich eröffnet. Die Kosten für den Bau belaufen sich auf insgesamt 110 Millionen Euro. Der Spatenstich für das neue Logistikzentrum erfolgte bereits im Oktober 2016.

Gebaut hat Schaeffler auf dem 148.000 Quadratmeter großen Gelände im conneKT-Technologiepark. Das neue Distributionszentrum ist ein 38,5 Meter hohes Hochregallager mit Platz für 28.000 Euro-Paletten und ein automatisches Behälterlager mit knapp 95.000 Behälterplätzen. Die Ladehilfsmittel werden mit einer Elektro-Bodenbahn und modernster Fördertechnik mit mehr als 2.000 Metern Länge transportiert. An insgesamt 20 Rampen sollen von nun an täglich bis zu 85 Lkw be- und entladen werden. Die Grundfläche der Anlage beträgt 17.000 Quadratmeter. Der Logistikbereich in dem teilweise zweigeschossigen Lager hat eine Hallen-Nutzfläche von rund 25.000 Quadratmetern.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder als Ehrengast bei der Eröffnung

Das neue Distributionszentrum fungiert aufgrund seiner zentralen Lage in der Mitte Europas als Hauptstandort des europäischen Lagernetzes von Schaeffler. Bisher, so die Meldung des Unternehmens, gibt es im Verbund der Europäischen Distributionszentren (EDZ) jeweils ein Lager für Nord-Europa im schwedischen Arlandastad sowie für Süd-Europa in Carisio, Italien.

Bei der festlichen Eröffnung des Zentrallagers sagte Georg F. W. Schaeffler, Aufsichtsratsvorsitzender der Schaeffler AG: „Dieses neue Logistikzentrum an unserem neuen Standort Kitzingen ist ein weiterer Meilenstein in der Umsetzung unserer Strategie ‚Mobilität für morgen‘. Gleichzeitig sehen wir das neue EDZ Mitte als Bekenntnis zur Region Franken, zu Bayern und zum Standort Deutschland.“ Damit verfügt der global agierende Konzern insgesamt 12 Standorte in Bayern. Entsprechend lobende Worte fand auch der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, der bei der Einweihung des EDZ Mitte als Ehrengast zugegen war: „Kitzingen ist jetzt Mittelpunkt der europaweiten Schaeffler-Logistik. Das ist eine Rieseninvestition für die Schaeffler AG und gut für den Standort Unterfranken und Bayern insgesamt!”

Zukunftsprogramms „Agenda 4 plus One“

Schaeffler verfolgt mit dem europäischen Distributionsnetzwerk das Ziel, die Marktversorgung, die Zuverlässigkeit und Leistung der Lieferungen zu erhöhen und die Kundenzufriedenheit zu steigern. Standardprodukte sollen aus dem EDZ Mitte innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Auftragseingang an die Kunden in Europa zugestellt werden. Weiterhin soll es möglich sein, Kundenaufträge, die bis zwei Stunden vor Abfahrt des Lkw angenommen werden, noch zu verarbeiten und zu versenden.

Durch die Neuausrichtung der Logistik will Schaeffler das Zukunftsprogramm „Agenda 4 plus One“ weiter vorantreiben. Insgesamt will man „beweglicher, schneller und mutiger“ werden. Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG, Klaus Rosenfeld, erklärt: „Mit der Investition in Kitzingen geht es uns vor allem darum, die gesamte globale Lieferkette, von unseren Lieferanten über unser Produktionsnetzwerk bis hin zu unseren Kunden, kosteneffizienter, schneller und flexibler zu machen. Damit trägt das neue EDZ Mitte unmittelbar zur Verbesserung der Lieferfähigkeit und zur Sicherung der künftigen Wettbewerbsfähigkeit der Schaeffler Gruppe bei.“

 

/ Geschrieben von Julia Ptock


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