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Die wichtigsten Meldungen aus der Logistik-Branche. Mit dabei: Amazon und die Wahl eines Betriebsrates in Dortmund, MyMuesli, DHL Supply Chain, Loadfox und Scania.

Wahl Betriebsrat
© keport – shutterstock.com

Amazon unterstützt in Dortmund die Wahl des Betriebsrates

Die Beschäftigten von Amazons Logistiklager in Dortmund wählen erstmals einen Betriebsrat. Wie die Ruhrnachrichten berichten, unterstützt Amazon selbst diesen Vorgang und hat dafür laut dem Gewerkschafter Karsten Rupprecht sogar „Broschüren gedruckt und Transparente ausgehängt“. Weiterhin soll Amazon den Beschäftigten „schon im Vorfeld juristische Hilfestellung einer Kanzlei angeboten und den Beschäftigten zudem eine Schulung empfohlen“ haben. Auch wenn Amazons Verhalten positiv bewertet wird, bleibt Verdi skeptisch. Man befürchtet, dass nur ein „Gremium für die Außendarstellung“ geschaffen werden soll, da rund 90 Prozent der 1.600 Beschäftigten in Dortmund befristet angestellt sind. Verdi befürchtet, dass der Betriebsrat so ohne großen Einfluss bleiben wird. Amazon selbst ließ durch die Sprecherin Antje Kurz-Möller mitteilen, dass man keinen Einfluss auf die anstehenden Betriebsratswahlen nehmen wird. Auf die Unterstützung angesprochen, heißt es von Seiten Amazons gegenüber den Ruhrnachrichten, dass man dazu gelernt habe und es wichtig sei, „ein Gremium zu haben, mit dem wir über die Interessen der Beschäftigten kommunizieren können.“

MyMuesli will seine Logistikstrategie optimieren

Alexander Kirschbaum, selbst ernannter Captain Future bei MyMuesli, hat in einem Interview mit Logistik Heute bekannt gegeben, dass man in den kommenden Jahren die eigene Logistikstrategie optimieren wolle. Dabei soll die „Make-to-Order“-Strategie weiter in den Fokus rücken. „Wir werden in den nächsten Jahren unsere Produktions- und Logistikprozesse durch neue Möglichkeiten in der Technik weiter entsprechend unserem Geschäftsmodell der Individualisierung anpassen“, so Kirschbaum laut Logistik Heute. Der Plan von MyMuesli sieht zudem vor, in Passau ein „mymuesli-Campus“ entstehen zu lassen, auf dem neben Produktion und Logistik auch die Verwaltung einen neuen Platz erhalten soll.

DHL Supply Chain erweitert sein Portfolio durch Suppla Group Übernahme

DHL Supply Chain hat die kolumbianische Unternehmensgruppe Suppla Group übernommen. Der Logistikdienstleister verfügt nach Angaben der DPDHL über lokale Expertise und langjährige Kundenbeziehungen in Kolumbien. Das Produktportfolio des Unternehmens umfasst Lagerhaltung und Verpackungsservices für verschiedene Sektoren wie Life Sciences & Healthcare, Retail, Consumer und Technology. „Die Expansion in dieser aufstrebenden Region ist wichtig und hilft uns, die Ziele unserer Strategie 2020 durch die Erschließung von weiterem Wachstumspotential zu erreichen. Auf Basis von Supplas nachweislich guten Geschäftsergebnissen, dem professionellen Betrieb und den Gemeinsamkeiten mit DHL Supply Chain in der Unternehmenskultur, bei Produkten, Sektoren und Kunden können wir ein vielversprechendes Marktumfeld noch effektiver bearbeiten und nationale und internationale Kunden noch besser bedienen", so Javier Bilbao, CEO von DHL Supply Chain Lateinamerika.

Transportindustrie: LoadFox beteiligt sich an europäischem Forschungsprojekt AEROFLEX 

Wie das Münchner Logistik-StartUp LoadFox bekannt gegeben hat, ist man dem europäischen Forschungsprojekt ‘Aerodynamic and Flexible TrucksforNext Generation of Long Distance Road Transport’ (AEROFLEX) beigetreten. Als Mitglied des Sounding-Boards kann LoadFox das AEROFLEX-Projekt unterstützen, den Projektverlauf aktiv mitgestalten und die Akzeptanz der entwickelten Konzepte fördern. Das Sounding-Board ist auch beauftragt, auf der Grundlage der Ergebnisse des AEROFLEX-Projekts wertvolle Impulse für die Politik der Europäischen Union zu geben.

Das im Oktober 2017 gestartete Projekt AEROFLEX hat das Ziel, die Transportindustrie und Fahrzeughersteller auf die intelligente Zukunft des Güterverkehrsmarktes für den Zeitraum 2018-2035 vorzubereiten. Koordiniert wird das Forschungsprojekt von der MAN Truck & Bus AG und Unisearch, einer auf technologische Innovationen fokussierten Unternehmensberatung. Das AEROFLEX Konsortium und das Sounding-Board bestehen aus Vertretern der Logistikbranche, Verbänden, Industrie und Politik. Die Forschung wird mit Mitteln aus dem Horizon2020-Programm der Europäischen Union gefördert.

Scania begrüßt EU-Pläne zur CO2-Emissions-Reduzierung

Die EU will den Verbrauch von Lkw und Bussen begrenzen. Die Vorgaben sehen laut Spiegel Online in puncto CO2-Emissionen eine Senkung von mindestens 30 Prozent bis 2030 vor. In einem offenen Brief hatten zuletzt 35 Handelsunternehmen, Logistiker und Spediteure die EU dazu aufgefordert, die CO2-Emissionen neuer Lkw um fast ein Viertel zu reduzieren. Als einer der ersten Hersteller hat nun Scania, eine VW-Tochter, auf die Nachrichten aus Brüssel reagiert. Nach Angaben von Logistra hat Scania die Vorschläge der EU-Kommission „zur Senkung des CO2-Ausstoßes von Nutzfahrzeugen begrüßt und sieht darin einen wichtigen Schritt.“ Allerdings weist der Hersteller darauf hin, dass es eines „ganzheitlichen Ansatzes zur Kohlenstoffreduzierung“ bedürfe. 

 

/ Geschrieben von Julia Ptock


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