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Amazon hat in Dortmund das erste „Inbound Cross Dock“-Umverteilungszentrum Europas feierlich eingeweiht. Im rheinland-pfälzischen Frankenthal kommt es hingegen erneut zu Verzögerungen bei der Eröffnung. Ein neuer Eröffnungstermin wurde noch nicht bekannt gegeben.  

Amazon Fulfillment
© wawritto / Shutterstock.com

Amazon hat am bundesweiten „Tag der Logistik“ sein neues Vorzeigelager feierlich eröffnet. Dabei handelt es sich aber nicht einfach nur um ein normales Logistikzentrum. In Dortmund, auf dem Gelände der ehemaligen Westfalenhütte, wurde das erste „Inbound Cross Dock“-Umverteilungszentrum Europas eröffnet.

Im Unterschied zu den normalen Zentren werden von dem Inbound Cross Dock keine Pakete an den Endkunden versendet. Die Artikel kommen nämlich direkt von den Lieferanten, um innerhalb von 24 Stunden auf andere Logistikzentren in ganz Europa verteilt zu werden. Das als zentrale Anlaufstelle fungierende Umverteilungszentrum setzt dabei neben menschlichen Angestellten auch Roboter ein, in diesem Fall aus dem Hause ABB.

Roboter aus der Autoindustrie im Einsatz

Anders als die kleinen Roboter, die Amazon zur Kommissionierung einsetzt, unterstützen die Roboterarme die Mitarbeiter beim Be- und Entladen von Paletten. Laut Dortmund24, die bei der Eröffnung dabei waren, müssen sich die Amazon-Mitarbeiter aber keine Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen. Standortleiter Lars Krause versicherte am Donnerstag, dass die Roboter die Arbeit der Mitarbeiter unterstützen sollen. „Sie sollen die Mitarbeiter keinesfalls ersetzen“. Aktuell befinden sich die Roboter, die im „Outbound“-Bereich unterstützen, aber noch in der Testphase.  Am Ende sollen mehrere kleine und ein großer Roboter die Artikel für den Versand vorbereiten. Die Aufgabenverteilung dabei ist klar: Während die kleinen Roboter versandfertige Kisten auf Paletten heben, bearbeitet der große Roboter die fertige Palette. „Das ist aber keine technische Sensation“, betont Sprecherin Antje Kurz-Möller gegenüber Dortmund24. In der Autoindustrie würden solche Roboter seit Jahrzehnten genutzt. „Aber für uns ist es schon eine Weiterentwicklung.“

Insgesamt wurden in Dortmund 1.600 neue Arbeitsplätze geschaffen. Entsprechend positiv fallen die Reaktionen der Stadt Dortmund bei der Eröffnung aus: „Die Arbeitsplätze sind hier breit gefächert, es sind nicht nur einfache Jobs“, sagte Planungsdezernent Ludger Wilde am Donnerstag. Die Westfalenhütte, so Ludger Wilde, sei ein „wirtschaftlicher Tausendfüßler“ geworden  – „und Amazon ist das I-Tüpfelchen“.

Eröffnung in Frankenthal erneut verschoben

Während in Dortmund prominente Vertreter aus Politik und Wirtschaft bei der offizielle Eröffnung dabei waren, wird es im rheinland-pfälzischen Frankenthal noch etwas dauern. Wie in der regionalen Zeitung „Die Rheinpfalz“ zu lesen ist, verzögert sich der Start des neuen Amazon Logistikzentrums erneut.

Ursprünglich sollte das 80-Millionen-Euro-Projekt bereits am 01. Oktober 2017 in Betrieb gehen. Zwischenzeitlich wurde der Termin aber mehrfach verschoben. Zuletzt wurde vom zuständigen Amazon-Manager Gregory Bryan bei einem Ortstermin in Frankenthal erklärt, dass der Betrieb „im April/Mai 2018“ aufgenommen werden soll. Der Grund für die Verzögerung soll, so Bryan, das starke Wachstum des Versandgeschäftes sein. Angeblich soll der Betriebsstart nun in der zweiten Jahreshälfte liegen – so wurde es zumindest Frankenthals Oberbürgermeister Martin Hebich vor einigen Tagen von Amazon kommuniziert. Auch Amazon hält sich gegenüber der Presse bedeckt. Gegenüber der Rheinpfalz heißt es von Sprecher Thorsten Schwindhammer: „Der Bau eines neuen Logistikzentrums ist ein Großprojekt, eine Verzögerung des offiziellen Starts ist nicht auszuschließen.“ Und weiter: „Wir bitten um Verständnis, dass wir Ihnen kein offizielles Eröffnungsdatum nennen können.“

In dem neuen Logistikzentrum soll von 6 Uhr morgens bis 2 oder 3 Uhr nachts gearbeitet werden. Gelagert werden soll ein Sortiment mit bis zu zwei Millionen Artikeln. Durchschnittlich sollen 100.000 bis 200.000 Sendungen das Lager verlassen. Um das Lager zu betreiben, will Amazon über 1.000 Leute einstellen.

 

/ Geschrieben von Julia Ptock


Kommentare

#2 Mannbronner Logistik 2018-05-15 12:03
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#1 Peter 2018-04-27 07:55
Das ist aber schade. Nun werden nicht einmal mehr die Billig-Arbeiter gebraucht. Mal schauen, wer zukünftig dann noch das Prime-Abo vom Sofa aus genießen und seine Rücksendeetiket ten ausdrucken kann. Die tolle Amazon-Welt. Weiter so.



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