Kaputte Pakete unter dem Weihnachtsbaum geben Anlass für Ärger und Tränen. – Eine aktuelle Untersuchung von DtGV und N24 zeigt jedoch, dass beschädigte Sendungen nichts Ungewöhnliches sind und einige Logistik-Unternehmen bei der Zustellung schlampen. Wir geben Einblicke in die Studie.
Zerbrochener Weihnachtsmann
© Thomas Francois - Fotolia.com

Das Fest der Liebe ist für gewöhnlich auch das Fest der Geschenke: Der weihnachtliche Online-Handel brummt und die Logistiker haben alle Hände voll zu tun, die Unmengen an Paketen zu verschicken. Dass es dabei nicht selten zu Bruchschaden kommt und die Empfänger kaputte Pakete erhalten, zeigt nun eine Studie, die die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) in Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender N24 angestellt hat.

Kaputte Pakete: Tod dem Schokoweihnachtsmann

Im Test, welcher der Studie zugrund lag, wurden je zehn Pakete über die getesteten Logistik-Dienstleister versandt. Die Pakete hatten dabei Weihnachtliches im Gepäck: nämlich Schokoweihnachtsmänner oder Christbaumkugeln. Das zerbrechliche Gut wurde behutsam und sicher verpackt, sodass es einen Sturz aus etwa einem Meter Höhe schadensfrei überstanden hätte. Das Resultat des Tests? Kaputte Pakete! – und zwar in etwa 30 Prozent aller Fälle.

Als Logistik-Dienstleister mit den wenigsten Bruch-Fällen ist DHL aus der Studie hervorgegangen. Hier mussten die wenigsten Weihnachtsmänner und –kugeln ihr Leben lassen. Besonders groß waren die Unterschiede zwischen den Unternehmen mit Blick auf die Versanddauer: Das schnellste Paket fand bereits nach 17 Stunden seinen Weg zum Empfänger, während andere Pakete bis zu fünf Tage für die Zustellung benötigten.

Logistiker: Verschwundene Adressen und absente Boten

Ein besonderes Negativ-Highlight: Zwei Pakete, deren Versand von DER COURIER sowie von DPD übernommen wurde, erreichten den Empfänger überhaupt nicht. Zur Begründung gaben die Logistiker an, dass die angegebene Adresse nicht existiere. Und das, obwohl die anderen Marktkonkurrenten bei der Zustellung mit dieser Adresse erfolgreich waren. Ebenfalls Probleme gab es bei der Abholung von Paketen: Hier kann im Normalfall die Eingrenzung auf ein bestimmtes Zeitfenster nur gegen ein Entgelt vereinbart werden. In mehr rund neun von zehn Fällen kamen die Kuriere hier auch zum angegebenen Termin. Vier Mal jedoch warteten die Tester vergeblich auf den Paketboten.

Auch die verschiedenen Preismodelle der Logistiker gerieten im Zuge des Tests in den Blickpunkt. Dabei stellten die Experten fest, dass es teils enorme Abweichungen zwischen den Anbietern gibt: Die Preise schwanken um bis zu 300 Prozent – und zwar für das gleiche Paket. Nutzen Kunden das Filialangebot und die damit verbundene Selbstabgabe, so entscheidet die DHL das Preisranking für sich. Möchten Kunden ihre Sendungen lieber abholen lassen, so sparen sie mit DER COURIER am meisten.

Fazit der Logistik-Studie: GLS vorn

In der Auswertung aller vier Haupttestbereiche, nämlich Service, Versanddauer, Versandqualität und Preis, konnte sich GLS an die Spitze der Gesamttabelle kämpfen. Mit 84 Prozent gewann das Unternehmen die Analyse nur knapp vor DHL (83 Prozent) und DPD (82 Prozent). Es muss jedoch angemerkt werden, dass einige Dienstleister in die Gesamtwertung nicht aufgenommen wurden, weil sie keine Filialleistungen boten.

Rückt man hingegen nur den Abholservice in den Blick, so konnte paket.ag das Rennen machen.

Nähere Informationen und Details erhalten Sie auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien.
/ Geschrieben von Tina Plewinski




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