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Ein neues Frachtdrehkreuz in der Nähe des Wiener Flughafens, die Entwicklung der Abendzustellung im Raum Halle-Leipzig, eine Studie über das Potenzial der Blockchain für die Logistik – bei der DHL hat sich wie immer einiges getan. Wir fassen zusammen.

DHL-Transporter

© Jatupol Leaupathanasuk - Shutterstock.com

Entstehung eines Frachtdrehkreuzes in der Nähe des Wiener Flughafens

Die DHL expandiert: Sowohl DHL Global Forwarding als auch DHL Freight haben ein neues Grundstück erworben, das sich in der unmittelbaren Umgebung des Wiener Flughafens befindet und knapp 60.000 Quadratmeter umfasst. Nach Angaben der DHL soll ab diesem Sommer in der Gemeinde Fischamend der DHL Campus Wien Flughafen entstehen, der dann „eine wichtige Rolle als Frachtdrehkreuz für Osteuropa einnehmen“ wird. DHL Global Forwarding und DHL Freight hatten bisher drei Standorte in Wien, die nun durch den Campus zusammengeführt werden.

„Direkt am Wiener Flughafen gelegen, handelt es sich hier um einen strategisch wichtigen Standort, von dem aus wir idealen Zugang zu den osteuropäischen Märkten und nach Deutschland haben“, meint DHL-Freight-Geschäftsführer Uwe Brinks. „So schaffen wir gemeinsam ein neues wichtiges Logistikhub und werden als Gateway in und aus dem Osten unsere Volumina weiter steigern können.“

Abendzustellung in Leipzig: Zwischenfazit nach 3,5 Jahren

Seit August 2014 liefert die DHL im Raum Halle-Leipzig Pakete auch in den späteren Abendstunden aus und zeigt sich nun mit der Entwicklung der Zustellmöglichkeit durchaus zufrieden. Wie die DHL selbst berichtet, soll sich vor allem die Zeitspanne zwischen 19 und 21 Uhr bei den Kunden besonderer Beliebtheit erfreuen. Die Zahl der Pakete, die abends verteilt werden müssen, sei im Vergleich zum Tag zwar weitaus geringer – dafür sind jedoch auch mehr Großaufträge wie etwa verderbliche Lebensmittel dabei.

„Wir haben mit fünf Zustellern angefangen, inzwischen arbeiten 40 Kollegen in der Abendzustellung“, erläutert David Dietrich, Teamleiter DHL-Kurier in Leipzig. 23 Lieferfahrer befinden sich stets gleichzeitig im Einsatz. Ein bedeutender Unterschied zu den Arbeitsabläufen der Kuriere, die tagsüber aktiv sind, besteht darin, dass die Abendzusteller keine feste Route haben, sondern täglich woanders unterwegs sind. Besonders hilfreich für die Lieferfahrer: Die Zustellquote soll laut der DHL bei 100 Prozent liegen.

Trend Report über Potenzial der Blockchain in der Logistik

Zusammen mit dem Technologie-Anbieter Accenture hat die DHL einen Trend Report über die Blockchain-Technologie und ihrem Potenzial für die Logistik entwickelt. „Ein besonders interessantes Potenzial für Blockchain sehen wir bei Arzneimitteln“, meint Keith Turner, CIO des Chief Development Office bei DHL Supply Chain. Turner zufolge besteht einer der größten Blockchain-Vorteile darin, dass sie „unwiderlegbar“ seien. „Durch die Nutzung der Technologie können wir große Fortschritte machen, Manipulationen zu erkennen, das Fälschungsrisiko zu reduzieren und tatsächlich auch Leben zu retten“, so Turner.

Aus diesem Grund haben DHL und Accenture mithilfe der Blockchain-Technologie einen Prototypen „für die Serialisierung mit Netzknoten in sechs Regionen entwickelt“. Dieser soll unter anderem die Arzneimittel während der kompletten Lieferkette verfolgen und kann von allen Beteiligten, allen voran Hersteller, Apotheken und Krankenhäuser, verwendet werden. Das große Ziel besteht darin, durch die Blockchain die Sicherheitsstandards bei den Arzneimitteln zu erhöhen und dabei gleichzeitig die Kosten zu senken.

Blockchain-Infografik von der DHL

Diese Vorteile soll die Blockchain-Technologie für die Logistik mit sich bringen. (© DHL)

 

/ Geschrieben von Christian Laude


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