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In einer Woche passiert viel in der Logistik. Die wichtigsten Meldungen haben wir kurz und knackig für Sie zusammengefasst. Mit dabei: Eine Studie zum Versand- und Retouren-Management, Warnstreiks bei der Deutschen Post und vieles mehr.

Kleine Pakete auf Laptop
© William Potter – shutterstock.com

EHI-Studie: Durchschnittliche Retourenquote ist eher moderat

Das EHI hat eine Studie zum Versand- und Retouren-Management im E-Commerce durchgeführt und untersucht die aktuellen Anforderungen, Trends und Strategien der Online-Händler aus Logistiksicht. Dafür wurden 105 namhafte Online-Händler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu deren Anforderungen und Trends im Versand- und Retourengeschäft befragt.

Laut der EHI Studie ist die durchschnittliche Retourenquote eher moderat. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der Befragten gaben an, dass ihre Quote zwischen zehn und null Prozent liegt. Eine Retourenquote von über 40 Prozent gaben ein Viertel der Befragten an. Händler mit Quoten von über 50 bis 60 Prozent kommen hauptsächlich aus dem Bereich Fashion und Accessoires. Auch zu den Liefergeschwindigkeiten trifft die EHI-Studie „Versand- und Retourenmanagement im E-Commerce 2018“ Aussagen: So können knapp zwei Drittel der Befragten (61 Prozent) ihre Kunden innerhalb von 24 Stunden oder schneller beliefern. Sieben Prozent bieten als schnellstmögliche Variante Same Day Delivery und vier Prozent sogar Same Hour Delivery an. Der Grund, warum so viele Online-Händler innerhalb von 24 Stunden oder schneller liefern, liegt an den gesteigerten Erwartungen der Kunden.

Warnstreiks: Tarifverhandlungen bei der Post erneut gescheitert

Wie die Berliner Morgenpost unter Berufung auf eine dpa-Meldung berichtet, wurden die Tarifverhandlungen für die rund 80.000 Beschäftigten der Logistikbranche in Berlin und Brandenburg auf den 08. März vertagt. Benita Unger, Verdi-Verhandlungsführerin, sprach von „wenig Annäherung“. Warnstreiks seien nun möglich. Verdi fordert eine generelle Entgelterhöhung von 6,5 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten. Zudem soll es eine Funktionszulage für Berufskraftfahrer und Paketzusteller in Höhe von 25 Prozent des jeweiligen Stundenlohns geben. Klaus-Dieter Martens, Geschäftsführer des Verbands Verkehr und Logistik Berlin und Brandenburg, empfindet die Forderungen als „unrealistisch“. Zudem sein man Verdi bereits „weit entgegengekommen“. Wie das Angebot genau aussieht, ist jedoch nicht bekannt.  

Weiterhin gibt es nach wie vor keine Einigung zwischen Verdi und der Deutschen Post. Laut ntv hat die Gewerkschaft die Beschäftigten in Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, im Saarland und in Bayern dazu aufgerufen, vorübergehend ihre Arbeit niederzulegen. Auch in NRW soll teilweise gestreikt werden. Bisher trafen sich die Parteien zu drei Verhandlungsrunden, am 26. und 27. Februar soll es in Bonn neue Gespräche geben. Gefordert werden unter anderem sechs Prozent mehr Lohn für die rund 130.000 Tarifbeschäftigten des Konzerns. Post-Chef Frank Appel hatte die Gewerkschaft nach Angaben von ntv in der Vergangenheit vor überzogenen Forderungen gewarnt. Der Konzern habe „keinen großen Spielraum für signifikante Steigerungen der Löhne“.

Logistik-StartUp macht Lkw-Verkehr effizienter

Das 2016 gegründete Leipziger Logistik-StartUp Pamyra.de, eine Vergleichs- und Buchungsplattform für Transporte, verzeichnete im Januar 2018 erstmals 100 Neukunden in einem Monat. Damit ist der Januar der bisher stärkste Monat in puncto Neuanmeldungen seit der Gründung. Als Preisvergleichsportal für die Transportbranche vermittelt das Unternehmen mittlerweile bis zu 20 Aufträge pro Tag für freie Ladekapazitäten von Speditionen und Transportunternehmen. Auf Pamyra können Spediteure Angebote, Leistungen und Leerfahrten eintragen und so ihre Sichtbarkeit unter potenziellen Kunden erhöhen. Felix Wiegand, Gründer und Geschäftsführer der Pamyra GmbH, ist stolz auf das Ergebnis. In der Unternehmensmeldung erklärt er zum Erfolg: „Dies zeigt, dass der Bedarf an digitalen Lösungen in der Logistikbranche hoch ist. Unser Service ist für Verlader kostenlos und durch die Einfachheit gerade für kleine und mittelständische Unternehmen perfekt, um den richten Partner zu finden. 2018 wollen wir Speditionen aus den Segmenten Teil- und Komplettladungen in unser System integrieren und uns als DEN Preisvergleich für Transporte etablieren.“

Asiatische Immobilienentwickler Frasers übernimmt 22 Logistikimmobilien

Große Übernahme im Logistik-Immobilien-Bereich. Der asiatische Immobilienentwickler Frasers Property Limited übernimmt 22 Logistikimmobilien-Assets des luxemburgischen Unternehmens Alpha Industrial S.A. Nach Angaben von logistik heute beträgt die Brutto-Mietfläche 600.000 Quadratmeter. Der Deal umfasst 16 bereits fertige Logistik- und Gewerbeimmobilien, die sich in Deutschland und Österreich befinden. Bei den anderen sechs Objekten aus dem Logistikbereich handelt es sich um noch im Bau befindliche Projekte. Neben der Assets-Übernahme beinhaltet der Deal auch den Kauf der Alpha Industrial GmbH & Co KG mit Sitz in Köln, die in die europäische Dependance des asiatischen Immobilienentwicklers integriert werden soll. Wie viel sich der in Singapur sitzende Immobilienentwickler das Geschäft hat kosten lassen, ist nicht bekannt.

Hellmann erweitert Standort in Bielefeld

Das weltweit tätige Logistikunternehmen Hellmann Worldwide Logistics baut seinen Standort in Bielefeld/Oldentrup weiter aus. Die Investition soll zehn Millionen Euro betragen. Geplant ist unter anderem eine 5.500 Quadratmeter große Warenumschlaghalle mit 70 Andockstationen für Lkw, neue Außenflächen und ein modernes Verwaltungsgebäude mit 1.500 Quadratmetern Bürofläche. Zudem, so die Neue Westfälische, soll die alte Halle modernisiert und als zusätzliches Lager dienen.

Hellmann stehen am Standort in Bielefeld 31.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung und beschäftigt rund 100 Angestellte. Das Geschäft an einen anderen Standort zu verlagern, kam für Hellmann nicht infrage. „Der Neubau unterstreicht die Bedeutung des Standortes für unser Unternehmen“, betont Thomas Knecht, Vorstandsvorsitzender von Hellmann Worldwide Logistics gegenüber der Neuen Westfälischen Zeitung.

/ Geschrieben von Julia Ptock


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