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Heute beginnen die Gespräche über einen neuen Haustarifvertrag zwischen der Deutschen Post und der Gewerkschaft Verdi. Es bleibt zu hoffen, dass sich beide Parteien schneller einigen können als vor drei Jahren.

Verhandlungskonzept
© MJgraphics / shutterstock.com

Es geht mal wieder um das liebe Geld! Heute beginnen im nord­rhein-west­fä­lischen Niederkassel die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Post und der Gewerkschaft Verdi. Diese fordert nach Informationen der Welt eine Gehaltserhöhung von sechs Prozent für die rund 130.000 Tarifangestellten. Statt Geld würde Verdi auch mehr Urlaubstage in Kauf nehmen. Von der Deutschen Post soll es bereits erste Anzeichen dafür gegeben haben, dass man einer solch hohen Prozentzahl nicht zustimmen wird. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich so schnell keine Einigung ergeben wird und die Verhandlungen mehrere Monate dauern.

Tarifverhandlungen führten 2015 zu wochenlangen Streiks

Im Sommer 2015 führten ähnliche Tarifverhandlungen dazu, dass Beschäftigte der Deutschen Post ihre Arbeit für vier Wochen niederlegten. Verdi verlangte damals unter anderem eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent für alle Angestellten. Dass man sich über Wochen hinweg nicht einigen konnte und in ganz Deutschland Millionen von Pakete liegen blieben, machte besonders den Online-Händlern schwer zu schaffen. Eine Studie des Händlerbundes hat damals ermittelt, das 95 Prozent der Befragten vom Streik betroffen waren.

Nach genau 52 Streik-Tagen kam dann doch die Einigung: Alle Post-Angestellte erhielten zum 1. Oktober 2015 eine Einmalzahlung von 400 Euro, ein Jahr später eine Lohnerhöhung von zwei Prozent und zum 01. Oktober 2017 noch einmal 1,7 Prozent Lohnsteigerung.

 

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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