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Die DPDHL beschafft sich neues Geld. Anleger können ihre Papiere in neue Aktien, klassische- oder Wandelanleihen, umtauschen. Außerdem in der Themenzusammenfassung: UPS mit neuem Lager in Bielefeld, Paketdienstleister und ihr Potenzial bei digitalen Services, in China geht ein E-Lastenschiff in Betrieb gehen und das StartUp Exotec Solution hat Roboter gebaut, die Lagerregale hochklettern können.

Smartphone mit Paketen
© Zapp2Photo – shutterstock.com 

DPDHL will sich frisches Geld holen

Die Deutsche Post DHL Group plant die Aufnahme von Fremdmitteln in einem Gesamtnennbetrag von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Mit dem frischen Geld will der Konzern vor allem bestehende Finanzverbindlichkeiten refinanzieren und das zur Verfügung stehende Vermögen für Altersbezüge der Mitarbeiter in Großbritannien erhöhen. Zuletzt hatte DPDHL 2016 Anleihen platziert. „Wir sind mit dem Ergebnis der vorherigen Anleiheemissionen sehr zufrieden. Die aktuell weiterhin sehr attraktiven Konditionen am Kapitalmarkt wollen wir mit der heute angekündigten Transaktion erneut nutzen“, sagte Melanie Kreis, Finanzvorstand bei Deutsche Post DHL Group.

Spiegel Online berichtet derweil unter Bezug auf die FAZ, dass die Bundesnetzagentur ein Verfahren wegen Dumpingpreisen gegen eine Beteiligung der Deutschen Post, die Compador Dienstleistung GmbH, eingeleitet hat. Wie es in der Meldung heißt, erhält Compador für die Vorsortierung und Lieferung von Briefen von Großversendern an die Briefzentren Rabatte auf das übliche Briefporto. Dabei scheint Compador so günstige Konditionen anbieten zu können, dass Konkurrenten vermuten, dass die Post das Unternehmen quer subventioniere. Die Deutsche Post weist die Anschuldigungen zurück.

UPS eröffnet Niederlassung in Bielefeld

UPS hat ein neues Paketsortier- und Lieferzentrum in Bielefeld offiziell eröffnet. Der Spatenstich für die 80 Millionen US-Dollar teure Anlage fand bereits im September 2016 statt. „Wir haben ein beispielloses Wachstum unserer Exportvolumina in Europa und Deutschland erlebt, und diese Investition ist eine Antwort auf unseren Erfolg sowie den unserer Kunden“, so Frank Sportolari, Präsident von UPS Deutschland. „Mit erweiterter Kapazität und modernster Sortiertechnik werden wir mit unserem Standort in Bielefeld die Bedürfnisse unserer Kunden in dieser wichtigen deutschen Wirtschaftsregion weiterhin erfüllen können.“ Die Anlage kann mehr als 22.500 Packungen pro Stunde verarbeiten. Der Bielefelder Standort ist Teil der UPS Investitionen von zwei Milliarden US-Dollar bis 2019 in das europäische Netzwerk als auch in die Infrastruktur.

Studie: Paketdienste bei digitalen Services nur Mittelfeld

Die Analysten von PricewaterhouseCoopers (PwC) haben analysiert, wie sich die KEP-Dienstleister in puncto digitale Services schlagen. Ergebnis: Die KEP-Dienstleister können die Kundenerwartungen nur begrenzt erfüllen. Die Webseiten, Apps, Social-Media-Auftritte und Chat-Funktionen der sechs größten deutschen Paketdienste schneiden im Branchenvergleich nur mittelmäßig ab. Laut Studie erzielen die Paketdienste mit 63 Prozent nur ein durchschnittliches Ergebnis und verschenken Potenzial im Netz. Keines der analysierten Unternehmen konnte Ergebnisse im positiven Wertungsbereich ab 70 Prozent erzielen. Die vollständige Studie „Paketdienste im Onlineservice-Vergleich“ kann hier heruntergeladen werden.

Reifegrade der Online-Channel Paketdienstleister
© PwC-Studie: „Paketdienste im Onlineservice-Vergleich“

Frachtschiff mit Elektroantrieb in China

In China setzt man auch in der Frachtschifffahrt zunehmend auf Elektroantriebe. Auf dem Perlfluss in Südchina wird künftig ein Frachter mit Elektroantrieb emissionsfrei fahren. Das Schiff, das 70,5 Meter lang, 13,9 Meter breit ist und rund 600 Tonnen wiegt, kann eine Nutzlast von 2.000 Tonnen transportieren. Die beiden Elektromaschinen, die das Schiff antreiben, haben eine Leistung von je 160 Kilowatt. Als Stromspeicher, so liest man bei golem.de, dienen Lithium-Ionen-Akkus und Superkondensatoren mit einer Kapazität von 2,4 Megawattstunden. Eine Akkuladung soll zwei Stunden dauern. Dadurch, dass das Schiff nur über rund 80 Kilometer Reichweite verfügt, wird es vor allem zwischen zwei Häfen pendeln. Ironischerweise soll das Schiff in erster Linie Kohle transportieren.

Intralogistik: Wenn Roboter Regale erklimmen

Das französisches StartUp Exotec Solution hat einen Kommissionier-Roboter entwickelt, der Regale hochklettern kann. Der Roboter mit den Namen Skypod ähnelt vom Aussehen zwar den Lager-Robotern, die auch Amazon einsetzt, jedoch bringt der Skypod die Regale nicht zum Menschen, sondern klettert an diesen entlang. Nachdem er die Ware gepickt hat, bringt er diese zum Menschen. Die Roboter, so businessinsider.com, können 400 Picks pro Stunde erledigen, was nach Unternehmensaussage doppelt so viel ist, wie es vergleichbare Lösungen schaffen. Im Lager sind die Roboter mit bis zu 16 km/h unterwegs und können ein Gewicht von 30 Kilo tragen. In den Hallen orientieren sich die Roboter durch Laser und durch die Nutzung von künstlicher Intelligenz.

 

 

/ Geschrieben von Julia Ptock


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