Die Luftpolsterfolie ist in der Logistik weit verbreitet. Doch in Großbritannien wird nun darüber nachgedacht, eine Plastik-Steuer einzuführen. Das würde die Kosten für Händler und Logistiker steigern. Bedeutet das das Ende der Luftpolsterfolie?

Luftpolsterfolie
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Plastik ist zwar ein nützliches, aber nicht gerade umweltfreundliches Produkt. Vor allem Plastikprodukte, die nur einmal benutzt werden, schaden der Umwelt deutlich. In Großbritannien steht deshalb die Frage im Raum, ob eine Plastik-Steuer den Einsatz von Einweg-Plastikprodukten einschränken könnte. Wie Tamebay berichtet, könnten durch eine solche Steuer die Kosten für Online-Händler und Logistik steigen – denn Luftpolsterfolie, Polsterumschläge und andere Verpackungen bestehen zumindest zum Teil aus Plastik.

In Großbritannien ist das deshalb vor allem problematisch, weil es in dem Land keine Mülltrennung gibt, die mit dem deutschen System vergleichbar ist. Während Verpackungsabfälle hierzulande durch das duale System entsorgt werden, neigen die Briten dazu, alle Abfälle in den Restmüll zu werfen – und der landet schließlich nicht in Recycling-Anlagen, sondern auf der Deponie. Dabei sind die meisten Verpackungsmaterialien komplett recycelbar.

Alternative Produkte gibt es, aber wie gut sind sie?

Schon länger fordern Umweltschützer, sich mit dem Thema Verpackungsmüll auseinanderzusetzen. Greenpeace fordert große Unternehmen dazu auf, ihren Plastik-Footprint zu reduzieren und große Mengen an Plastik-Verpackungen, die für den Einmalgebrauch gedacht sind, nicht mehr herzustellen. Es gibt bereits Alternativprodukte zur Luftpolsterfolie – etwa zerknülltes Papier, das als Füllmaterial eingesetzt wird. Das bietet aber nicht denselben Schutz wie die Plastikfolie. Vor allem bei zerbrechlichen Waren kommt das Papier schnell an seine Grenzen.

Für Online-Händler dürfte eine Plastik-Steuer aber durchaus ein Anreiz sein, sich nach alternativen Füll- und Polstermaterialien umzusehen.

 

/ Geschrieben von Michael Pohlgeers