Die Versandplattform will bei Online-Händlern mit neuen Funktionen punkten. Doch auch beim Unternehmen selbst soll es Veränderungen geben.

Lagermitarbeiter scannt Pakete auf Förderband
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Gerade zur Weihnachtszeit gewinnen pünktliche Lieferungen und zuverlässige Informationen und Services noch mehr Relevanz, ist es doch noch etwas drängender als sonst, dass bestellte Ware heil und rechtzeitig ankommt. Um noch ein paar mehr Kundenwünsche in dieser hektischen Phase erfüllen zu können, stellt die Berliner Versandplattform Seven Senders Händlern jetzt als neue Versand-Option Out-of-Home-Lieferungen zur Verfügung, die sowohl für den Hin- als auch den Rückversand in Anspruch genommen werden können.

So sollen Händler von der Out-of-Home-Zustellung profitieren

Out-of-Home-Lieferungen sind jene Zustellungen, die statt nach Hause direkt an eine Packstation oder in einen Paketshop gehen. Das kann gerade dann von Vorteil sein, wenn der Paketempfänger nicht zu Hause ist. Pakete können dann auf diese Weise nicht nur empfangen werden, auch die Rückgabe von Retouren lassen sich so einfacher abwickeln. 

Diese Lieferoption erfreue sich Seven Senders zufolge immer größerer Beliebtheit: Die Zahl der sogenannten Pickup- und Drop-off-Netzwerke (PUDO) habe sich in den letzten Jahren immer weiter erhöht, in ganz Europa gebe es rund 380.000 solcher Standorte, ganz besonders in Dänemark und Finnland, doch auch hierzulande wird das Netz dichter.

Händler, die die Option anbieten, könnten die Kosten um bis zu 25 Prozent im Vergleich zur Hauszustellung reduzieren, heißt es weiter. Außerdem erhöhe das Angebot die Kundenzufriedenheit, da Käuferinnen und Käufern die Wahl für die bequemste Option gelassen werde und die Erfolgsquote bei der Erstzustellung auf nahezu 100 Prozent anwachse. Weiter könnten Händler den Nachhaltigkeitsaspekt der Versandart hervorheben: Dadurch ließen sich die Emissionen auf der letzten Meile um bis zu 300 Gramm CO₂ pro Paket verringern, verspricht das junge Unternehmen. Der PUDO-Locator von Seven Senders soll Händlern einen einfachen Zugang zu dem Service ermöglichen.

Übernimmt die Schweizerische Post das StartUp?

Neben den frischen Angeboten für Händler scheint sich auch bei dem 2015 gegründeten Unternehmen selbst eine Veränderung anzudeuten. Wie deutsche-startups mit Verweis auf das Bundeskartellamt meldet, soll die Schweizerische Post Interesse daran haben, „einen wettbewerblich erheblichen Einfluss“ auf die Seven Senders GmbH zu erwerben. Die Post CH AG hielt demnach zuletzt 3,6 Prozent an der Berliner Firma. Die größten Investoren sind Digital+ Partners und btov Partners, die im April 2021 32 Millionen Euro bzw. im Sommer 2019 16 Millionen Euro in das Unternehmen gepumpt hatten.

/ Geschrieben von Hanna Behn




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