Die Lieferdrohnen des StartUps Wingcopter erhalten neue Funktionen. Künftig soll ein ganzes Liefernetzwerk aufgebaut werden.

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© Wingcopter

Damit die Warenzustellung per Drohne schon bald nicht mehr nur ein entferntes Zukunftsszenario ist, arbeitet das hessische StartUp Wingcopter intensiv an der eigenen Zustelldrohne. Mit dem neuen Modell „Wingcopter 198“, welches Anfang der Woche vorgestellt wurde, haben die unbemannten Flugobjekte des Unternehmens jetzt auch weitere Funktionen bekommen. Nun können bei einem Flug nacheinander drei verschiedene Adressen mit Waren beliefert werden. Laut Tom Plümmer, Chef des StartUps, ist das neueste Modell ein „Gamechanger“. „Sie kann perfekt in einer Flottenlösung eingesetzt werden, um in einem Liefernetzwerk ganz neue Möglichkeiten zu schaffen“, wird er beim Handelsblatt zitiert.

Die jetzt vorgestellte Drohne kann bis zu 75 Kilometer mit einer Batterieladung und einer Zuladung von sechs Kilogramm fliegen, bei leichteren Paketen lässt sich die Reichweite sogar auf 110 Kilometer erweitern. Zusätzlich hat ein Drohnen-Pilot nun die Möglichkeit, zehn Drohnen gleichzeitig zu steuern und zu überwachen. Schon bald soll mit der Serienproduktion des neuen Flugvehikels begonnen werden.

Aufbau eines Liefernetzwerks

Erst vor wenigen Tagen hat Wingcopter die Zusammenarbeit mit ANA, Japans größter Fluggesellschaft, bekanntgegeben. Gemeinsam will man in Japan ein Drohnen-Lieferservice für Waren des täglichen Bedarfs aufbauen und die Drohnen außerdem dafür nutzen, wichtige Medikamente in entlegene Bergregionen sowie auf Inseln zu bringen. Bereits ab 2022 soll mit den Drohnenlieferungen gestartet werden.

/ Geschrieben von Corinna Flemming





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