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Der On-Demand-Logistiker Shyp muss sich umstrukturieren. Durch massive Entlassungen und das Schließen von Standorten soll das StartUp besser für die Zukunft aufgestellt werden.

Shyp-Auto
© Roman Tiraspolsky / Shutterstock.com

Shyp hat nach eigenen Angaben die Zahl der Mitarbeiter in seinem Hauptsitz reduziert und seine Geschäftstätigkeit in allen Städten bis auf San Francisco eingestellt. Wie das Unternehmen verkündete, wolle man so „Shyp für den langfristigen Erfolg vorbereiten“. Mit sofortiger Wirkung habe man sich aus Chicago, Los Angeles und New York zurückgezogen. Unklar bleibt, wie viele Mitarbeiter entlassen werden. TechCrunch gegenüber sprach Shyp nur davon, dass „viele Abteilungen betroffen“ seien.

Man habe in den vier Jahren seit dem Start des Unternehmens viel gelernt, erklärt Shyp-CEO Kevin Gibbon. Würde er noch einmal von vorne anfangen, würde er einige Dinge anders angehen, erklärt er: „Wir hätten von Anfang an Profitabilität implementiert und uns früher als Geschäftskunden konzentriert. In einem Geschäft, das große Investitionen benötigt, um physische Präsenz in verschiedenen Städten aufzubauen, hätten wir uns zunächst auf den Erfolg in einem Markt konzentriert, bevor wir in andere expandieren.“ Trotzdem merkt Gibbon auch an, dass sich der Markt für Risikokapital verändert hat und die Hürde zur Profitabilität nun höher angelegt sei. Hätte das Unternehmen einige Entscheidungen in seiner frühen Phase anders getroffen, hätte man diese vielleicht erreichen können.

Shyp musste das Geschäft mit Verlusten aufbauen

Shyp hatte ursprünglich einen äußerst ambitionierten Expansionsplan, berichtet TechCrunch. Das Unternehmen habe in einer frühen Finanzierungsrunde davon gesprochen, in über einem Dutzend Städten vertreten sein zu wollen. Viele Städte finden sich seit längerer Zeit in der „Coming Soon“-Ankündigung auf der Website. Wie viele andere On-Demand-Logistiker auch musste das Unternehmen sein Geschäft mit Verlusten aufbauen.

Shyp hatte sich zuletzt vor allem auf Geschäftskunden und Kooperationen konzentriert. Vor rund einem Jahr hatte das Unternehmen seine Kooperation mit Ebay ausgeweitet und gemeinsam mit dem Online-Marktplatz den Plan gefasst, Händlern so den Versand ihrer Waren zu erleichtern. Versender konnten eine Sendung bei dem Unternehmen anmelden, die dann 20 Minuten später von dem StartUp abgeholt, verpackt und verschickt wurde. Mit der Umstrukturierung will Shyp sich nun auf Versender mit hohen Volumen konzentrieren und dafür neue Features vorstellen. Zudem sollen die Preise für Kunden in den kommenden Wochen angepasst werden.

 

/ Geschrieben von Michael Pohlgeers


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