In der Logistik gelten zahlreiche Regeln bzw. Vorschriften bezüglich der Sicherheit – schließlich muss die Sicherheit des Personals in Logistikzentren, bei Speditionen und Paketdiensten genau so gewährleistet werden wie die Sicherheit des Verkehrs- und Luftraums. Auch große Unternehmen wie Amazon müssen sich an entsprechende Richtlinien halten. Sonst droht Ärger, wie ein aktueller Fall zeigt.

Flugzeug in der Luft
© Yulia Grigoryeva – shutterstock.com

Amazon hat Vorschriften im Bereich Logistik verletzt und damit die Sicherheit des Luftraums gefährdet. – Das ist das Ergebnis eines aktuellen Verfahrens am Southwark Crown Court gegen das Unternehmen. Laut Logistics Manager hat die britische Luftfahrtbehörde Civil Aviation Authority Amazon in vier Fällen für schuldig befunden, Gefahrgutvorschriften verletzt zu haben. Diese Fälle sollen sich zwischen Januar 2014 und Juni 2015 auf Flügen innerhalb und außerhalb des UK ereignet haben.

Durch die Beförderung gefährlicher Güter in einem Flugzeug habe Amazon die Sicherheit erheblich gefährdet. Im Speziellen soll es unter anderem um den Transport von Lithium-Ionen-Batterien, sowie entzündbarer Aerosole gehen. Amazon müsse nun eine Geldbuße in Höhe von 65.000 Pfund – also etwa 75.000 Euro – zahlen. Eine Strafe, die das Unternehmen vermutlich leicht verschmerzen kann.

Transport von Lithium-Batterien in Passagierflugzeugen ist verboten

„Die Sicherheit der Luftfahrt und der Öffentlichkeit ist von größter Bedeutung und daher gibt es wichtige nationale und internationale Beschränkungen, um den Versand bestimmter Waren zu verbieten, die ihrerseits ein Flugsicherheitsrisiko darstellen“, kommentierte Kate Staples aus der Rechtsabteilung der Luftfahrtbehörde CAA. „Diese gefährlichen Güter sind unter anderem Lithium-Batterien, deren Transport via Post oder Fracht in Passagierflugzeugen verboten ist, sofern sie in Geräten eingebaut oder mit Geräten zusammen verpackt sind.“

Die Luftfahrtbehörde CAA arbeite eng mit Einzel- und Online-Händlern zusammen, um zu gewährleisten, dass diese die Vorschriften verstehen. Festgelegte Prozesse sollen darüber hinaus garantieren, dass die Produkte auf sichere Art und weise versendet werden, so Staples weiter.

Auch Amazon hat sich zum Fall geäußert. Ein Sprecher ließ verlauten: „Die Sicherheit der Öffentlichkeit, unserer Kunden, Mitarbeiter und Partner hat absolute Priorität. Wir versenden jede Woche Millionen von Produkten und vertrauen in die hoch entwickelten Technologien und Prozesse, die wir entwickelt haben, um mögliche Gefahren innerhalb des Versands zu erkennen. Wir arbeiten ständig daran, uns weiter zu verbessern und werden auch in Zukunft mit der CAA in diesem Bereich zusammenarbeiten.“

 

/ Geschrieben von Tina Plewinski




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