Ein kurioser Fall von Alkohol im Straßenverkehr ereignete sich diese Woche auf der A81 im Südwesten Deutschlands.

Polizeiautos im Einsatz
Ajdin Kamber / Shutterstock.com

Alkohol zu trinken und gleichzeitig Fahrzeuge zu führen, ist niemals eine gute Idee – diese Kombination fordert Jahr für Jahr Hunderte Menschenleben und daneben teils hohe Sachschäden. Glück im Unglück hatte ein betrunkener Lkw-Fahrer in dieser Woche in Baden-Württemberg.

Sattelzug blockiert Mittelspur

Auf der Autobahn 81, die von Würzburg über Heilbronn und Stuttgart bis an die schweizerische Grenze führt, wurde eine Polizeistreife am Mittwochabend gegen 18.20 Uhr auf einen außerdeutschen Sattelzug aufmerksam. Das Fahrzeug stand in Fahrtrichtung Stuttgart, kurz vor der Anschlussstelle Böblingen-Hulb – aber nicht auf dem Standstreifen, sondern laut Polizeiangaben auf der mittleren von drei Fahrspuren.

Da die Bediensteten annahmen, dass es sich um ein Pannenfahrzeug handele, sei der Lkw zunächst abgesichert worden. Auch sei die zuständige Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg informiert worden. 

„Die Kolleginnen und Kollegen trauten ihren Augen nicht, als der 48-jährige Fahrer bei der anschließenden Kontrolle des Führerhauses auf seiner Matratze in der Fahrerkabine lag und schlief“, berichtet die Polizeibehörde in einer offiziellen Meldung.

Im Zuge eines Atemalkoholtests wurde bei dem Fahrer ein Wert in Höhe von etwa 3,4 Promille ermittelt. Man habe ihn anschließend zur Blutentnahme mitgenommen und seinen Sattelzug abgeschleppt.

Knapp 17.000 Alkoholunfälle auf deutschen Straßen

Ein Blick in die Statistik zeigt die Ausmaße des Problems alkoholbedingter Unfälle: Die Gesamtzahl der polizeilich erfassten Verkehrsunfälle in Deutschland, die unter Alkoholeinfluss stattfanden, summierte sich allein im vergangenen Jahr auf 38.771. In knapp der Hälfte der Fälle (rund 16.800) wurde ein Personenschaden gemeldet, etwa 20.100 verletzte Menschen wurden registriert. 242 Personen kamen dabei ums Leben. Die Daten stellt Statista auf Basis von Informationen des Statistischen Bundesamtes zur Verfügung.

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Geschrieben von Tina Plewinski




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