Die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) soll auch im Sinne des Klimaschutzes eine attraktiv bleiben. Deshalb berät die Bundesregierung jetzt über Maßnahmen.

Busfahrer nimmt Fahrkarte von Passagier
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Ab Ende August läuft das 9-Euro-Ticket aus. Laut Bundesverkehrsministier Volker Wissing (FDP) ist dessen Verlängerung zu teuer – doch eine Nachfolgeoption wird bereits gefordert. Die Bundesregierung soll Medienberichten zufolge eine solche bereits erwägen: Es ist ein sogenanntes Klimaticket im Gespräch. 

Wie es in einem Entwurf zum Klimaschutz-Sofortprogramm heißt, soll „mit tariflichen Maßnahmen die Attraktivität des ÖPNV dauerhaft gesteigert werden“. Geplant sei „ein vergünstigtes „Klimaticket“ als einheitliche Länder-Nahverkehrs-Monats- beziehungsweise Jahresfahrkarte für den Schienenpersonenregionalverkehr und den ÖPNV“, zitiert der Spiegel aus dem Papier.  Zuerst hatte das Handelsblatt berichtet. 

Ziel des 9-Euro-Tickets war neben einer kurzfristigen Energiepreisentlastung auch, längerfristig die Attraktivität öffentlicher Verkehrsmittel zu erhöhen. Zum Verkaufsstart hatten die Fahrkarten laut Deutscher Bahn zahlreichen Anklang in der Bevölkerung gefunden.

Kosten für das Klimaticket noch unklar

Das Ticket könnte an das aktuelle 9-Euro-Ticket anschließen. Die Beschlüsse für das Klimaschutz-Programm sollen bis Mitte Juli getroffen werden, sie fallen in die Zuständigkeit des Bundeswirtschaftsministers Robert Habeck (Grüne). Mit den Maßnahmen wird festgelegt, wie die CO₂-Emissionen bis 2030 um 65 Prozent, verglichen mit dem Stand von 1990, reduziert werden sollen.

Wie teuer ein solches Klimaticket letztlich für Verbraucherinnen und Verbraucher sein könnte, ist indes noch nicht bekannt – Details würden noch geprüft, heißt es dazu. Die Finanzierung des ÖPNV ist Ländersache, wenngleich der Bund ein entsprechendes Ticket finanziell unterstützen wolle. 

Unter anderem die Verbraucherzentrale sowie Grüne und Linke hatten sich bereits für eine Fortführung eines günstigeren Angebots im ÖPNV ausgesprochen.

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/ Geschrieben von Hanna Behn