Seit dem 1. Januar zeigen sich die Konsequenzen des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union – der Handel bricht deutlich ein. 

Großbritannien abgetrennt von EU auf Karte
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Der britisch-deutsche Handel läuft seit dem endgültig vollzogenen Brexit sichtbar schlechter: So wurden von Deutschland nach Großbritannien im Januar und Februar 2021 Waren im Wert von 9,7 Milliarden Euro exportiert – das ist ein Rückgang von 20,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – während die deutschen Ausfuhren insgesamt in diesem Zeitraum um 4,5 Prozent zurückgingen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt

Vielzahl britischer Exportfirmen verzeichnet Umsatzrückgänge

Bei den Einfuhren aus dem Vereinigten Königreich nach Deutschland trifft es die britischen Exporteure noch härter. Es wurden im genannten Zeitraum Waren im Wert von 4,4 Milliarden Euro nach Deutschland importiert, was einem Rückgang von 39,6 Prozent entspricht, während der Warenwert der deutschen Importe insgesamt um 4,3 Prozent sank.  

Die britische Handelskammer meldet zudem, dass 41 Prozent der britische Exportfirmen innerhalb der ersten drei Monate dieses Jahres Umsatzrückgänge verzeichnen. Es handele sich teilweise um die schlechtesten Exportzahlen „die jemals in der Geschichte unserer Datenaufzeichnung registriert wurden“, zitiert der Spiegel Hannah Essex, Co-Chefin der Handelskammer mit Verweis auf die Nachrichtenagentur Bloomberg. 

Zusätzlich wird der Handel nach Großbritannien derzeit auch durch die Coronakrise erschwert – etwa durch verschärfte Einreisebedingungen für Lkw-Fahrer

/ Geschrieben von Hanna Behn