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Die Briefzustellung an nur noch fünf statt sechs Tagen findet bei der Monopolkommission großen Gefallen. Dieser Schritt könnte auch zu mehr Konkurrenz in der Branche führen.

Deutsche Post Briefkarre
Lutsenko_Oleksandr / Shutterstock.com

Dass vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegte Eckpunktepapier zur Reform des Postgesetzes sieht unter anderem vor, die Briefzustellung an das EU-Recht anzupassen: Hierzulande findet diese aktuell an sechs Tagen in der Woche statt, eine Herabsenkung auf nur noch fünf Tage wäre allerdings im Rahmen des Möglichen.

Das die Zustellung der Briefe in Zukunft an Montagen gestrichen werden könnte, begrüßt die Monopolkommission jetzt deutlich. „Die Monopolkommission unterstützt die Idee im Zuge einer Überarbeitung des Postgesetzes“, wird Angelika Westerwelle, Mitglied der Monopolkommission, bei Spiegel Online zitiert. Anfang der Woche gab es dazu eine gemeinsame Pressekonferenz mit der Bundesnetzagentur. Auch die Regulierungsbehörde zeigt sich offen gegenüber eine Reduzierung der Zustelltage. Sie würde „nicht auf erbitterten Widerstand stoßen“, so die Einschätzung von Peter Franke, Vize-Präsident der Bundesnetzagentur.

Entlastung könnte zur Preissenkung führen

Der Wegfall eines Zustelltages hätte laut der Kommission gleich mehrere Vorteile. Es würde für eine Entlastung der Zustelldienste sorgen und es somit neuen Anbietern einfacher machen, in den Markt einzutreten. Dadurch könnte sich der Wettbewerb erhöhen und die Deutsche Post mehr Konkurrenz bekommen, eine Abkehr dessen Monopolstellung wäre die Folge. Außerdem könnte diese Entlastung der Unternehmen dafür sorgen, dass auf lange Sicht auch die Preise für die Verbraucher sinken. Einen Gesetzesentwurf zur Reform des Postgesetzes will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier Anfang 2020 vorlegen, wie die Wirtschaftswoche weiß.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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