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Die Lockerung der gesetzlichen Vorgaben für die Brieflaufzeiten könnte sich positiv auf das Klima auswirken. Dieses Argument hat die Deutsche Post jetzt bei einer Beiratssitzung der Bundesnetzagentur angebracht.

Briefkasten Einwurf
Asvolas / Shutterstock.com

Aktuell gilt: Briefe, die an einem Werktag eingeliefert werden, müssen im Jahresdurchschnitt in mindestens 80 Prozent der Fälle am nächsten Werktag und in 95 Prozent am zweiten Werktag zugestellt werden. Geht es nach der Deutschen Post, sollen diese gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich der Brieflaufzeit künftig gelockert werden. Wie die Verkehrsrundschau weiß, hat ein Unternehmenssprecher des Konzerns die Thematik bei einer Beiratssitzung der Bundesnetzagentur angesprochen.

Um die aktuellen Regelungen für eine Zustellung am nächsten Werktag einhalten zu können, komme die Deutsche Post nicht drumherum, bestimmte Strecken im Bundesgebiet täglich zu fliegen. Um dies mit Blick auf den Klimaschutz einzuschränken, „hätte das unmittelbar Auswirkungen auf die Brieflaufzeiten“, so der Sprecher. Weiter heißt es, dies soll lediglich ein Diskussionspunkt und „keine konkrete Forderung“ sein.

Vorschlag wäre zusätzliche Verschlechterung des „überschaubaren Qualitätsniveaus“

Deutliche Kritik zu „diesem dreisten Wunsch“ gab es unmittelbar vom FDP-Bundestagsabgeordneten Reinhard Houben. Der Vorschlag der Deutschen Post zur Herabsetzung der Zustellquote wäre „eine deutliche Verschlechterung des ohnehin überschaubaren Qualitätsniveaus der Deutschen Post“, so der Politiker laut der Verkehrsrundschau. Er fordere deshalb auch die Bundesregierung auf, dem Vorschlag des Bonners Logistikers nicht zuzustimmen.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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