Die allseits beliebte Luftpolsterfolie wird wohl nur selten wirklich gerne als Verpackungsmaterial eingesetzt. Das Zerdrücken der kleinen Bläschen ist einfach zu gut, als die Folie für so banale Dinge wie Einpacken zu verwenden. Doch nun soll sie ernsthafte Konkurrenz bekommen: Die Airplus-Wrap-Folie will den Markt für Schutzverpackungen für sich gewinnen.

Luftpolsterfolie© Jacob Ea / shutterstock.com

Es gibt kaum ein schöneres Geräusch als das herrliche „Plopp, plopp, plopp“, wenn man die kleinen Bläschen einer Luftpolsterfolie zerdrückt. Um das allseits beliebte Verpackungsmaterial zu ehren, wurde sogar extra der „Ehrentag der Luftpolsterfolie“ ins Leben gerufen. Bereits seit 2001 wird dieser immer am letzten Montag im Januar zelebriert. Logistik-Watchblog-Redakteurin Julia Ptock hat der Luftpolsterfolie sogar eine ganze Liebeserklärung gewidmet. Doch geht es nach dem Unternehmen Storopack, dann soll diese Liebe schon bald ernsthafte Konkurrenz bekommen. Mit der Airplus-Wrap-Folie will man eine neue Schutzverpackung am Markt etablieren. Besonders die Möglichkeiten, Produkte sehr eng zu umwickeln und die „on demand“-Option sollen überzeugen.

Storopack setzt auf platzsparende Lösung

Die neue Airplus-Wrap-Folie will besonders durch seine „on demand“-Option punkten. Im Gegensatz zur Luftpolsterfolie, die bereits fertig aufgeblasen und auf großen Rollen daherkommt und dementsprechend viel Platz braucht, soll die neue Option direkt am Packplatz hergestellt werden. Dafür werden kompakte Maschinensysteme verwendet, die die Folie in zwei Größen produzieren. Durch die wellenförmige Struktur sollen zerbrechliche Gegenstände außerdem enger umwickelt und so noch besser beim Transport geschützt sein. „Ziel bei der Entwicklung der Airplus-Wrap-Folie war es, das Packgut noch enger wickeln zu können, um den Produktschutz zu erhöhen. Mit der speziellen wellenförmigen Struktur ist uns das gelungen. Die Folie ist zugleich eine clevere Alternative für Händler und Produzenten, die noch auf große Rollen mit bereits aufgeblasener Luftpolsterfolie setzen“, erklärt Michael Spicker, Produktmanager Air beim Hersteller Storopack, auf MM Logistik.

Liebe ohne „Plopp, plopp, plopp“?

Die Produktion vor Ort stellt für Logistikzentren natürlich einen unschlagbaren Vorteil dar. Es wird kein zusätzlicher Platz für die Lagerung riesiger Rollen benötigt, was dementsprechend auch die Kosten senkt. Für uns als Verbraucher stellt sich allerdings die Frage: Können wir unsere geliebte Luftpolsterfolie so einfach ersetzen? Denn oft ist der Inhalt des Paketes erst einmal zweitrangig und wir widmen uns lieber dem Zerdrücken der kleinen Bläschen, die vorher noch so tapfer unsere Habseligkeiten beschützt haben. Bleibt abzuwarten, ob die Airplus-Wrap-Folie diese Liebesbeziehung ernsthaft gefährden kann.

/ Geschrieben von Corinna Flemming




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