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Bis zum Jahr 2025 soll sich die Nachfrage nach Logistikimmobilien verdoppeln – dem Online-Handel sei Dank. Die zunehmende Digitalisierung erschwert den Investoren jedoch Investments in vermeintlich aussichtsreiche Immobilien. Gleichzeitig setzen immer weniger Online-Händler darauf, Lagerfläche lediglich zu mieten.Logistikimmobilie

© Jozef_Culak - Shutterstock.com

Wie wird sich der Online-Handel in den kommenden Jahren auf den Markt der Logistikimmobilien auswirken? Wenn es nach Untersuchungen der Rating-Agentur Scope geht, die von Property-Magazine.de aufgegriffen wurden, wird sich die Nachfrage bis zum Jahr 2025 verdoppeln. Dafür wird jedoch zugleich die Nachfrage nach Einzelhandelsflächen zurückgehen.

Die Analysten berufen sich dabei auf Berechnungen, wonach der E-Commerce in den nächsten zehn Jahren jeweils um zehn Prozent steigen soll. So steigt auch der Anteil vom E-Commerce am gesamten Einzelhandel von derzeit 9 Prozent auf 20 Prozent im Jahr 2025. Gleichzeitig sollen Online-Händler das Dreifache an Lagerfläche benötigen, als dies bei den Einzelhändlern der Fall ist.

Digitalisierung erschwert Investments

Die Nachfrage nach Logistikflächen, die sich in der Innenstadt beziehungsweise in Stadtnähe befinden, wird laut Scope besonders stark steigen. Dazu trägt vor allem der Wunsch der Kunden bei, ihre Pakete immer schneller in den Händen halten zu können.

Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung der Logistikbranche wird es für Geldgeber laut der Studie aber immer schwieriger, Investments in der Branche zu tätigen. So könnte eine Immobilie, die derzeit noch allen Ansprüchen genügt, relativ schnell obsolet werden und nicht mehr den Bedürfnissen des jeweiligen Mieters genügen.

Generell wurde jedoch auch festgestellt, dass immer mehr Online-Händler die benötigten Flächen selbst bewirtschaften, anstatt diese zu mieten. „So befinden sich in Deutschland und Frankreich mehr als 50 Prozent der im Jahr 2016 geschaffenen Logistikflächen im Eigentum der Nutzer“, schreibt Property-Magazine.de, was einer Steigerung um 20 Prozentpunkte seit 2011 gleichkommt.

/ Geschrieben von Christian Laude


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