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Der Logistikimmobilien-Seismograph für das vierte Quartal 2016 ist erschienen. Auf Platz eins konnte sich die Top-Logistikregion Niederrhein behaupten – auch in der der Gesamtbetrachtung. Der Logistik-Seismograph bietet zudem aufschlussreiche Einblicke in die allgemeine Entwicklung der neu entstandenen Logistikfläche in Deutschland.

Gabelstabler in Logistikhalle
© industrieblick – fotolia.com

Die Logistikbranche befindet sich aktuell in einer sehr angenehmen Situation – das deutet zumindest der neu erschienene Logistikimmobilien-Seismograph vom Beratungsunternehmen Logivest in Kooperation mit der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (SCS) an. Der Logistikimmobilien-Seismograph untersucht für jedes Quartal die umgesetzten Neubauprojekte von Logistikimmobilien und gibt Auskunft über aktuelle Standorttrends.

2016 hinkt leicht hinter Rekordvorjahr hinterher

Im vierten Quartal 2016 (Oktober bis November) entstand in Deutschland rund 782.000 Quadratmeter neue Logistikfläche. Verglichen mit dem dritten Quartal 2016 hat die Neubaudynamik zwar etwas abgenommen – es wurden 50.000 qm weniger errichtet – doch im Zwölf-Monatsvergleich bleibt der Wert auf einem leicht überdurchschnittlichen Niveau. 

Für das Jahr 2016 weist der deutsche Logistikimmobilien-Markt ein Gesamtvolumen von rund 3,3 Millionen qm neu entstandener Logistikfläche aus. Das sind 0,6 Millionen weniger als 2015. Mit insgesamt 247 erfassten Logistikimmobilien-Baustarts wurden allerdings nur vier Immobilien weniger gebaut als 2015. Die leicht rückläufige Flächenentwicklung liegt nach Angabe der Studienautoren vor allem an der Größe der realisierten Objekte. Während 2015 eine ganze Reihe an Logistikimmobilien mit mehr als 100.000 Quadratmeter Fläche realisiert wurden, gab es in 2016 lediglich eine Ansiedlung mit vergleichbarer Größe.

Die meisten Immobilienneubauten sind für den Handel

Bezüglich der Flächengröße als auch der Objektanzahl zeigt sich eine deutliche Fokussierung auf den süd- und westdeutschen Raum. Spitzenregion im vierten Quartal ist mit einem Gesamtvolumen von rund 157.000 Quadratmeter Neubaufläche die Region Niederrhein – auch für das gesamte Jahr 2016 mit ca. 435.000 Quadratmeter. Platz zwei belegt Rhein-Neckar mit knapp 320.000 Quadratmeter und Platz drei das östliche Ruhrgebiet mit rund 285.000 Quadratmeter Neubaufläche. Eine erstaunliche Negativentwicklung hat die Region Schwaben. Lag diese 2015 noch auf Platz drei, fiel sie 2016 auf den 13. Platz zurück. Auffällig ist auch die Entwicklung der Region Donau. In 2015 noch auf dem vierten Platz der Top-Logistikregionen, fällt der Standort im aktuellen Ranking auf den letzten Platz.

Der Neubau wird vor allem vom Handel vorangetrieben. Wie schon 2015 verteidigt der Handel mit 38 Prozent (2015: 42 Prozent) weiterhin Platz eins. Somit ist der Handel, der vor allem im Online-Umfeld boomt, weiterhin stärkster Treiber des Logistikimmobilien-Neubaus. Platz zwei wird von der Gruppe der Logistikdienstleister gehalten (30 Prozent, 2015: 35 Prozent). Von den gesunkenen Prozentpunkten beim Handel und den Logistikdienstleistern profitiert der Industriesektor, der 2016 auf 31 Prozent kommt (2015: 23 Prozent). „Erklären lässt sich diese Entwicklung vor allem dadurch, dass Industrieunternehmen zunehmend selbst als Investoren von Logistikimmobilien auftreten“, so Kuno Neumeier, Geschäftsführer der Logivest GmbH.

 

Neu errichtete Immobilienflächen in den Top-Logistikregionen
© Logivest GmbH

 

/ Geschrieben von Julia Ptock


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