Spielen Business-Apps in der Logistik, in der Außenwirtschaft und im Supply Chain Management eine Rolle? Dieser Frage wurde nun der Studie „Global Trade Management Agenda 2017“ nachgegangen. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass sich in der Branche aktuell viel bewegt.

Two Businessman hands holding smartphones
© Zapp2Photo – shutterstock.com

Das Softwareunternehmen AEB hat in Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart im Sommer dieses Jahres eine Studie zum Thema Business-Apps in der Logistik durchgeführt. Sie wollten wissen, ob und wie Logistiker und Außenwirtschaftsverantwortliche im Arbeitsalltag Business-Apps verwenden. 330 Experten haben an der Umfrage teilgenommen, deren Ergebnisse jetzt veröffentlich wurden. Und diese sind eindeutig: Neun von zehn Experten sind der Meinung, dass Business Apps ein entscheidender Wettbewerbsfaktor in Logistik und Außenwirtschaft sind. Und nach Einschätzung der meisten Teilnehmer (86,7 Prozent) wird die Bedeutung von Business Apps in diesem Bereich weiter zunehmen.

Logistik ist Vorreiter in App-Nutzung

Der aktuelle Ist-Stand ist jedoch ernüchternd. Gerade einmal 17,6 Prozent der Befragten geben an, Apps im Bereich Supply Chain Management, Logistik oder Außenhandel überhaupt einzusetzen. Weitere 21,1 Prozent planen die Einführung. Neben den Bereiche Administration, Vertrieb, Marketing ist es aber vor allem der Bereich Logistik, der eine Vorreiterrolle in puncto App-Nutzung einnimmt. Die Bereiche Controlling (4,7 Prozent) und Beschaffung (10,2 Prozent) spielen hingegen keine wesentliche Rolle.

Aber auch in der Logistik gibt es Bereiche, in denen Apps eher genutzt werden als in anderen. So beispielsweise zur Recherche und Bereitstellung von Fachinformationen. Hier werden Apps von 28,4 Prozent der Befragten eingesetzt. Aber auch im Tarnsportmanagement bzw. im -controlling (26,1 Prozent), im Flottenmanagement (20,5 Prozent) und im Behältermanagement (20,4 Prozent) finden Apps immer häufiger Anwendung.

Führungskräfte sind Apps gegenüber aufgeschlossen

Welche Vorteile versprechen sich die Experten von den Apps? Vor allem Transparenz (46,9 Prozent) und Flexibilität (46,4 Prozent) sind für nahezu jeden zweiten Befragten wesentliche Vorteile. Nur 30,4 Prozent halten es hingegen für „sehr wahrscheinlich“, dass Apps zur Wettbewerbsdifferenzierung beitragen. Besonders offen gegenüber Apps zeigen sich die Befragten aus der Geschäftsführung. Wie die Studie zeigt, hält diese Gruppe es deutlich häufiger für „sehr wahrscheinlich“, dass Apps bei der Realisierung der genannten Vorteile helfen.

„Die Einschätzung der Geschäftsführung ist dabei nicht nur als strategischer Zweckoptimismus zu beurteilen, sondern fußt häufig auf persönlicher Erfahrung“, sagt Dr. Ulrich Lison, Portfoliomanager und Mitglied der Geschäftsleitung bei AEB, der gemeinsam mit Prof. Dr. Hartel die Studie durchgeführt hat. Die oberste Führungsebene nutze Business Apps derzeit am intensivsten (rund 80 Prozent gegenüber 64 Prozent im Durchschnitt). Mitarbeiter ohne Führungsposition sehen Apps hingegen kritisch und stehen ihrem Einsatz eher skeptisch gegenüber.

Die vollständige Studie „Global Trade Management Agenda 2017“ von AEB und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart kann hier kostenlos heruntergeladen werden. Die nachfolgende Grafik visualisiert die Ergebnisse der Studie.

Infografik - Global Trade Management Agenda 2017
© AEB / DHBW

 

/ Geschrieben von Julia Ptock




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