Mit einem autonomen Paketlieferwagen lässt sich Google nach einem beweglichen Paketempfangsbehälter die nächste Logistikidee patentieren. Der Lieferwagen soll ohne Fahrer auskommen und dennoch den Empfängern sicher ihre Pakete zustellen können.

Geschäftsman malt Lieferkette
© Jakub Jirsák – fotolia.com

Die Infrastruktur in Städten ist für die Masse an Lieferwägen oft nicht ausreichend ausgebaut. Während zum Beispiel UPS in Hamburg auf Sackkarren und Fahrrädern setzt, um die Pakete zu den Empfängern zu befördern, scheint Google einen anderen Weg gehen zu wollen. Der Internetriese hat sich ein System ausgedacht, bei dem laut heise.de Lieferwagen ohne Fahrer auskommen und dennoch den Empfängern sicher ihre Pakete zustellen können sollen.

Packstation auf Rädern

Der Patentantrag beschreibt einen autonom fahrenden Lieferwagen, der bei genauer Betrachtung einer beweglichen Packstation ähnelt. In dem angeführten Beispiel sendet der Lieferwagen dem Empfänger sowohl eine Nachricht wenn er sich in Bewegung gesetzt, als auch eine wenn er sein Ziel erreicht hat. Die zuzustellenden Pakete sind dabei in eigenen Fächern untergebracht, die nur mit einer PIN geöffnet werden können. So will Google sicherstellen, dass das Paket auch den richtigen Empfänger erreicht – schließlich gibt es ja keinen Fahrer, der das kontrollieren kann.

Neben der Auslieferung von Paketen soll der Lieferwagen aber auch Briefe und Pakete aufnehmen können. Um die Bezahlung abwickeln zu können, ist ein elektronisches Bezahlsystem vorgesehen, das ebenso bei Nachnahmesendungen oder zur Bezahlung der Lieferkosten eingesetzt werden könnte. Ein weiteres Gimmick des autonomen Lieferwagens: Die Zieladresse soll dynamisch veränderbar sein.

Das neue Patent ist bereits das Zweite in kurzer Zeit, welches sich Google im Bereich Logistik erteilen lässt. Erst vor wenigen Wochen erhielt Google das Patent für einen beweglichen Paketempfangsbehälter.

Google - autonomer Paketlieferwagen Abbildung
© Google - Abbildung aus dem Patent 9,256,852 | uspto.gov

 

/ Geschrieben von Julia Ptock




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