Logo logistik Watchblog

Der Iran verspricht, ein potenzieller Zukunftsmarkt für deutsche Unternehmen zu werden. DB Schenker hat bereits erste Beziehungen zu Unternehmen aus dem Land aufgebaut und hofft auf die baldige Aufhebung bestehender Sanktionen.

Iran als potentieller Exportmarkt.

Borna_Mir - fotolia.com

Die deutsche Wirtschaft blickt nach der Aufhebung von Sanktionen für den Iran auf neue Perspektiven. Auch die Logistik blickt auf den Mittleren Osten und erhofft sich neue Absatzmärkte. DB Schenker-Manager Michael Dietmar spricht gar von einer „Goldgräberstimmung“.

Noch sind die Sanktionen gegenüber dem Iran von den westlichen Ländern nicht vollständig aufgehoben. Das soll aber schrittweise geschehen, wenn der Iran die Vereinbarungen zum Atomprogramm erfüllen wird. Berichten zufolge könnte das bereits im ersten Quartal 2016 geschehen.

Iranische Unternehmen äußern starkes Interesse

„Alle sitzen in den Startlöchern“, sagte Volker Treier, Außenwirtschaftschef beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Bei den deutschen Exporten in den Iran könne man 2016 zweistellige Zuwachsraten erzielen.

Im Iran gibt es offenbar in verschiedenen wirtschaftlichen Bereichen noch Nachholbedarf: Betroffen sind dabei die Bereiche Öl- und Gasförderung, Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Luftverkehr, Pharma- und Ernährungssektor sowie erneuerbare Energien.

Volker Treier prophezeit nach der Aufhebung der Sanktionen einen Anstieg des deutsch-iranischen Handelsvolumens in den nächsten drei Jahren auf fünf Milliarden Euro. In den nächsten fünf bis sieben Jahren soll sogar ein Anstieg auf zehn Milliarden möglich sein. Im Jahr 2014 hatte das deutsche Exportvolumen in den Iran bei rund 2,4 Milliarden Euro gelegen, so die DIHK.

Bereits in den 70er-Jahren war der Iran für die deutsche Wirtschaft der zweitwichtigste Exportmarkt gewesen. DB Schenker-Manager Michael Dietmar sagte, dass viele iranische Kunden aus den Bereichen Medizintechnik, Maschinenbau und Autoindustrie bereits ein starkes Interesse signalisiert hätten. „Wir werden bereits in der ersten Phase aktiv. Iran ist für uns ein hochinteressanter Markt", sagte Dietmar weiter.

 

/ Geschrieben von Giuseppe Paletta


Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Captcha aktualisieren

Anchor Top