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8,7 Milliarden US-Dollar hat Amazon im letzten Jahr für den Versand von Paketen ausgegeben. Um diese Kosten etwas zu senken, soll der Online-Händler Gerüchten zufolge daran interessiert sein, eine hauseigene Logistiksparte in den USA aufzubauen. Dies hätte ziemlich weitreichende Konsequenzen für FedEx & Co.

Pakethand

© Photographee.eu - Fotolia.cm

Noch handelt es sich lediglich um Gerüchte, doch wenn sich diese bewahrheiten sollten, wäre das ein ziemlicher Schlag gegen die etablierten amerikanischen Logistikunternehmen: Laut Berichten von DC Velocity soll Amazon in den USA mit ersten Vorbereitungen für einen eigenständigen Logistikbereich begonnen haben. DC Velocity beruft sich auf Informationen einer Kontaktperson, die mit den zukünftigen Strategien und Plänen des Online-Händlers vertraut sein soll.

8,7 Milliarden US-Dollar für den Versand von Paketen

Konkret soll Amazon auf der Suche nach einem Management-Team sein, das die eigene Logistiksparte aufbaut. Momentan arbeitet der Online-Händler mit großen Unternehmen wie U. S. Postal Service, UPS Inc. und FedEx Corp., aber zum Teil auch mit kleinen regionalen Anbietern zusammen.

Die Gründe für den Aufbau einer Logistik seien DC Velocity nach insbesondere die immensen Kosten für den Versand und die Zustellung von Paketen: Im vergangenen Jahr sollen diese 8,7 Milliarden US-Dollar betragen haben. 2013 waren es noch 6,6 Milliarden US-Dollar, was Amazon selbst unter anderem auf die gestiegene Anfrage und den Erfolg des Unternehmens zurückführt.

Amazon selbst schweigt zu den Gerüchten

Amazon-typisch wurden auch nach Anfrage diese Gerüchte über eine eigene Logistiksparte nicht weiter kommentiert. Bereits im kommenden Jahr soll diese an den Start gehen und insbesondere die Auslieferung von Paketen innerhalb von anderthalb beziehungsweise zwei Stunden im Zuge des Prime Now-Angebots sichern.

In hiesigen Gefilden hat Amazon vor Kurzem erstmalig im Münchener Großraum Pakete selbst ausgeliefert. Weitere Standorte seien bereits in Planung. Die Anzeichen verdichten sich also insgesamt, dass der Online-Händler zukünftig verstärkt auf eine hauseigene Logistiksparte setzen wird – oder dies zumindest Privatpersonen überlässt.

 

/ Geschrieben von Christian Laude


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