Knapp 30 Prozent der Verkehrstoten in den USA gehen auf Alkoholkonsum zurück.

Umgekipptes Alkoholglas und Autoschlüssel
George Dolgikh / shutterstock.com

Wer im betrunken Zustand Auto fährt, gefährdet nicht nur sein eigenes Leben. Um hier ein deutliches Zeichen zu setzen, wurde im US-Bundesstaat Tennessee nun das „Ethan, Hailey und Bentley-Gesetz“ verabschiedet. Das Gesetz, welches nach drei Kindern benannt wurde, die aufgrund von Verkehrsunfällen zu Waisen wurden, nimmt die Verursacher solcher Unfälle bei nachgewiesenem Alkoholkonsum verstärkt in die Verantwortung. Sie sollen für den Kindesunterhalt der Waisen bis zu deren 18. Lebensjahr oder aber Schulabschluss aufkommen, wie der Spiegel berichtet

Vor allem Wiederholungstäter sind ein Problem

Man sollte meinen, wer einmal einen Unfall baut, lernt daraus fürs Leben. Doch dem ist offenbar nicht so. Wie Cecilia Williams laut Spiegel gegenüber einem US-TV-Sender betonte, seien Wiederholungstäter ein Problem. Williams nahm zwei ihrer Enkelkinder bei sich auf, nachdem deren Eltern und das jüngste Geschwisterchen bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen waren.

Bisher wurden in den meisten US-Bundesstaaten verhältnismäßig milde Haftstrafen verhängt, wenn einer Unfallverursacherin oder einem Unfallverursacher das Autofahren unter Alkoholeinfluss nachgewiesen wurde. Deswegen hatten sich Williams und ihre Cousine Diane Sutton dafür eingesetzt, die Gesetzeslage zu verschärfen und für langfristige Folgen zu sorgen. „Die eine Sache, die den Menschen mehr als alles andere bedeutet, ist ihr Geld“, so Williams laut Spiegel.

 

Weitere US-Bundesstaaten wollen nachziehen

Laut Gesetzestext werde die Höhe der Waisenrente im konkreten Fall individuell festgelegt. Einfließen sollen Faktoren wie der physische und psychische Zustand des Kindes, die Kosten zur Erhaltung des Lebensstandards sowie eventuelle Kostenfaktoren im Zusammenhang mit der schulischen Bildung. Sofern es einen überlebenden Elternteil gibt, wird dessen finanzielle Situation mit einbezogen. Sind beide Elternteile umgekommen, wird ebenso die finanzielle Situation des Erziehungsberechtigten einbezogen.

Nach dem Beschluss in Tennessee sollen auch weitere US-Bundesstaaten an einem ähnlichen Gesetz arbeiten. Ob sich möglicherweise auch andere Länder von dem Vorstoß inspirieren lassen, bleibt abzuwarten.

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/ Geschrieben von Ricarda Eichler




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