Der Kölner Heinen-Verlag testet die Auslieferung seiner Zeitung in ländlichen Gebieten jetzt per Drohne.

Drohne im Flug
Dmitry Kalinovsky / Shutterstock.com

Die Paketauslieferung mithilfe von Drohnen wird schon lange erprobt. Nun haben auch Zeitungsverlage die unbemannten kleinen Flugzeuge für sich entdeckt. In verschiedenen Pilotprojekten im ganzen Bundesgebiet wird die Auslieferung von Tageszeitungen speziell in den ländlichen Gebieten getestet.

Im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen hat jetzt auch der Kölner Heinen-Verlag in Kooperation mit dem Medienhaus Aachen diese Art der Zustellung in sein Portfolio aufgenommen. „Die Technik und die Regulierung funktionieren. Damit haben wir einen Meilenstein erreicht“, wird Verlags-Geschäftsführer Johannes Heinen bei Heise Online mit Verweis auf die dpa.

Langer Weg bis zum regulären Betrieb von Zeitungsdrohnen

Mit den neuartigen Drohnen werden aktuell drei Haushalte in ländlichen Gebieten beliefert. Dabei werden die Zeitungen an einem festgelegten Punkt abgeworfen, die Drohnen können laut EU-Recht über einem bewohnten Gebiet Gegenstände abwerfen. Die Flugobjekte bieten derzeit Platz für 16 Zeitungen. Aktuell wird die Zeitungslieferung aus der Luft besonders in ländlichen Gebieten eingesetzt und an solchen Orten, an denen Verlage keine Boten finden. Da die Auflagen immer weiter zurückgehen und die Zustellkosten in die Höhe schnellen – besonders bei großen Entfernungen – könnten die Drohnenzustellung hier eine echte Alternative bilden.

Allerdings dürfte es noch eine Weile dauern, bis Zeitungsdrohnen in den regulären Betrieb gehen, so der Geschäftsführer des Heinen-Verlags. „Da können wir nur abwarten, bis Drohnen so zertifiziert sind, dass sie überall fliegen dürfen“, bezieht er sich vor allem auf das aufwändige Genehmigungsverfahren. Außerdem müssten die Drohnen in Zukunft mehr Lasten tragen können, damit sich der Einsatz rechnet, und tagsüber, wenn alle Zeitungen verteilt wurden, für andere Zwecke eingesetzt werden können. Der Verlag wolle „kurz- bis mittelfristig“ Drohnen-Dienstleistungen als Geschäftsmodell aufbauen, so Heinen zu den Plänen. Dafür wurde bereits eine Tochter-Gesellschaft gegründet.

/ Geschrieben von Corinna Flemming




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