Der Personalmangel in der Logistik führe der Ampelkoalition zufolge derzeit noch nicht zu Engpässen in der Versorgung.

Lkw Fahrer leere Fahrerkabine
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Seit vielen Monaten warnen Forschungs- und Wirtschaftsinstitute, Behörden sowie Branchenvereinigungen verstärkt vor einem Mangel an Lkw-Fahrern in der Logistik – Liefer- und Versorgungsprobleme wären demnach die Folge. Die Bundesregierung erklärte nun, dass aktuell „weder Lieferketten noch die Versorgungssicherheit oder der Personentransport durch den Personalmangel gefährdet“ seien. Dies geht aus einer Antwort der Regierungsparteien auf eine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion hervor.

Personalmangel ist eine Herausforderung

Gerade erst ergab eine wissenschaftliche Untersuchung, dass bald etwa 56.000 Lkw-Fahrerinnen und Fahrer fehlen werden – das wären sogar mehr, als im Pflegesektor benötigt werden. 

Dass der Fachkräftemangel in der Logistikbranche eine Herausforderung darstellt, ist der Regierung der Antwort nach ebenfalls bewusst. Die Altersverteilung bei den Fahrerberufen mache deutlich, dass Maßnahmen zu ergreifen seien, um einer Verschärfung des Fahrpersonalmangels entgegenzusteuern, heißt es.

Fachkräftemangel: Unternehmen in der Verantwortung 

Die Bekämpfung dieses Fachkräftemangels wäre aber zunächst die Aufgabe der Unternehmen, argumentiert die Koalition. „Um die Berufe in der Logistik attraktiver zu machen, ist es wichtig, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Hier sind insbesondere die Unternehmen selbst in der Pflicht. Gleiches gilt auch für den Faktor Entlohnung.“ 

Die Bundesregierung ergreife ressortübergreifend zahlreiche Maßnahmen, etwa, in dem die Berufskraftfahrerqualifizierung vereinfacht werde. Der Text für die Überarbeitung der Verordnung zur Durchführung des Berufskraftfahrerqualifikationsgesetzes (Berufskraftfahrerqualifikationsverordnung) befände sich derzeit in Bearbeitung. Abschließende Entscheidungen seien aber noch nicht getroffen worden. Weitere politische Stellschrauben seien die Anerkennung von in Drittstaaten erlangten Qualifikationen sowie die Verbesserung der Lkw-Parkplatzsituation an den Bundesautobahnen. 

/ Geschrieben von Hanna Behn




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