Die Sendungsmengen steigen deutschlandweit. In einige Regionen und Städte werden vergleichsweise besonders viele Sendungen geliefert. 

Paketbote mit vielen Paketen
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Rund 4,05 Mrd. Kurier, Express- und Paketsendungen (KEP) wurden im vergangenen Jahr versendet, das ergibt 49 Pakete pro Kopf. Am allermeisten wird dabei offenbar im Bundesland Hamburg geordert und verschickt, denn allein 64 Pakete je Einwohnerin bzw. Einwohner pro Jahr wurden hier verschickt. Danach folgen mit Abstand die Bundesländer Bayern mit 54 sowie Baden-Württemberg und Hessen mit je 52 Sendungen pro Person, wie der Bundesverband Paket- und Expresslogistik (BIEK) mitteilt, der sich jetzt im Rahmen einer aktuellen Erhebung die regionale Verteilung des KEP-Sendungsvolumens genauer angesehen hat.

Im Städtevergleich liegt allerdings München vorn: Bewohnerinnen und Bewohner der bayerischen Landeshauptstadt erhielten im Schnitt je 73 Sendungen, aber auch Stuttgarter mit 72 und Düsseldorfer mit 70 Paketen gehören zu den Regionen mit dem höchsten Sendungsaufkommen. Die Angaben beziehen sich auf B2C-, B2B- und C2C-Sendungen.

Diese Faktoren beeinflussen die Sendungsmengen

Für die Untersuchung wurden auf Basis von Bevölkerungs-, Kaufkraft-, Handels- und wirtschaftlichen Kennziffern die regionalen Sendungsmengen abgeschätzt, erläutert der BIEK zur Methodik. Demnach seien sowohl die Größe einer Region als auch deren Besonderheiten im Vergleich zu anderen Regionen berücksichtigt worden.  

Dabei ergab die Analyse auch, dass die Größe einer Stadt zwar selbstverständlich grundsätzlich Einfluss auf die absolute höhe des gesamten Sendungsvolumen habe, das relative Sendungsvolumen (Sendung pro Einwohner) würde aber vor allem durch die strukturellen Begebenheiten einer Stadt bestimmt. „Wichtige Einflussgrößen sind dabei z. B. die regionale Kaufkraft sowie die regionale Bedeutung von Industrie und Gewerbe, Dienstleistung und Handel“, so der Verband. Die Kennziffer „KEP-Sendungen je Einwohner“ erlaubt zudem einen Hinweis direkten Rückschluss auf das Verkehrsaufkommen von entsprechenden Transportfahrzeugen: Je höher die Kennziffer, desto mehr KEP-Verkehr findet statt.

/ Geschrieben von Hanna Behn




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