Auch weiterhin gibt es keine Einigung bei den Tarifverhandlungen für Angestellte von KEP-Diensten und Speditionen in NRW. 

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Anfang Oktober verhandelten die Gewerkschaft Verdi und der Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen e. V. sowie mit der Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände in der fünften Runde über Lohn- und Gehaltstarifverträge in der Transport- und Logistikbranche – wie auch zuvor verliefen die Verhandlungen ergebnislos.  Ein Termin zur Fortsetzung der Verhandlungen stehe noch nicht fest, teilt die Gewerkschaft mit. Nun soll erneut gestreikt werden.

„Nachdem die Arbeitgeber dazu bisher nicht bereit waren, tragen wir den Protest nun vor ihre Haustür. Unser Ziel ist es, den Druck massiv zu erhöhen und so an den Verhandlungstisch zurückzukehren“, so Gewerkschaftsverhandlungsführer Hermann Völlings laut Pressemeldung.

Verdi will eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um sechs Prozent und mindestens 150 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten sowie ein neues Lohnsystem für Beschäftige erwirken. Um nun ein verhandlungsfähiges Angebot zu erwirken, will die Gewerkschaft den Druck erhöhen und hat die Beschäftigten der betroffenen Branchen aufgefordert, sich ab dem Nachmittag des 21. Oktober an mehrtägigen und mehrschichtigen Streikmaßnahmen an verschiedenen Standorten NRWs zu beteiligen. Im Zuge dessen gibt es auch am heutigen 22. Oktober seit 10 Uhr eine Demonstration mit 1.000 Beschäftigten in Düsseldorf, am Standort der zuständigen Arbeitgeberverbände.  

Streiks bei DPD: Sendungen werden teils umgeleitet

Wie DPD meldet, werden nun die Paketzentren in Duisburg, Erftstadt und Vlotho sowie das Verteilzentrum in Unna voraussichtlich bis zu 24 Stunden bestreikt. „Diese Streiks haben direkte Auswirkungen auf das Rheinland bis zum Niederrhein sowie die Regionen um Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen. Betroffen sind unter anderem die Städte Bielefeld, Düsseldorf, Krefeld, Wesel, Köln und Duisburg. In der Folge kommt es bei zahlreichen Pakten zu Laufzeitverzögerungen, da Abholungen und Zustellungen nicht in gewohntem Maße stattfinden“, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Da der Streik lange andauere und in einem recht großflächigen Gebiet stattfinde, rechnet DPD auch in umliegenden, nicht vom Streik betroffenen Depots mit Laufzeitverzögerungen. Sendungen werden nun teils an nicht betroffenen Depots umgeleitet, damit Auswirkungen auf das gesamte Bundesgebiet möglichst gering ausfallen. „Entstehende Rückstände bauen wir schnellstmöglich ab“, heißt es weiter.

Auch zuletzt war der Logistiker von den Arbeitsniederlegungen betroffen, u. a. in Unna und Duisburg, statt. Darüber hinaus gab es zuletzt Streiks bei Trans-o-flex in Hürth, an Hermes-Standorten in Hückelhoven, Kamp-Lintfort, Witten und Düsseldorf sowie an FedEx-Stationen in Köln am Flughafen Köln/Bonn, wie Paketda meldet.

/ Geschrieben von Hanna Behn

Kommentare

#2 E.H 2021-10-26 19:33
Da gebe ich Gunnar vollkommen recht. Das ist der völlige falsche, und letztlich sogar unsoziale Ansatz aller Gewerkschaften und ich verstehe nicht warum die das nicht verstehen. Vielleicht auch weil sie zu den höher bezahlten gehören????? Die unteren Lohngruppen müssen nach oben gehoben werden und nicht die Oberen.
#1 gunnar 2021-10-25 11:57
die gewerkschaftsmi tglieder sollten darauf achten, das es nicht um % bei der erhöhung geht.
ist immer nur für die oberen gehaltsklassen super.
grundsätzlich dürften gewerkschaften nur noch für alle eine festgestzte summe fordern.
zb für alle 100.- mehr monatlich. aber eben für alle und nicht wieder mehr für oben.
das prozentuale macht die gutverdiener immer reicher und die kleinen schauen in die röhre.
lang lebe die armutsschere, die immer größer wird.
schaut euch zb die gehälter im öffentlichen dienst an, wieweit die oberen und wie die unteren gehälter die letzten 20 jahre auseinander gedriftet sind.



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