Statt Pakete abzugeben musste ein Hermes-Zusteller plötzlich als Hebamme einspringen. 

Babyfüße
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In Hampshire, Südengland, wollte der 29-jährige Hermes-Zusteller gerade eine Sendung zustellen, als er alarmierende Schreie vernahm. Diese stammten von einer 30-jährigen Frau in einem Haus in der Nähe, in dem sie allein und mitten in den Geburtswehen war! 

Nachdem sie den Zusteller im Hausflur gehört hatte, konnte sie ihm wegen ihrer kaum vorhandenen Englischkenntnisse lediglich mit den Rufen „Baby, Baby, Baby“ verdeutlichen, in welcher Situation sie sich gerade befand, schreibt der Focus mit Verweis auf einen Bericht der britischen Zeitung Daily Mail. 

„Ich habe ein paar meiner Liefertermine verpasst“

Der Hermes-Bote rief kurzerhand den Notruf und gab der Frau, die sich durchgehend hinter der verschlossenen Haustür befand, Anweisungen der Hebamme am anderen Ende der Telefonleitung durch und half so der jungen Frau, die Geburt zu meistern. Just, als Baby „Bella“ schreiend das Licht der Welt erblickte, kam auch der Vater zurück – der noch schockierter als der spontane Geburtshelfer gewesen sein soll. Gemeinsam befolgten sie die letzten Anweisungen der Fachfrau am Telefon, anschließend kam das neugeborene Mädchen zur Untersuchung ins nahegelegene Krankenhaus.

Mit diesem Ereignis hatte der junge Helfer an seinem Arbeitstag absolut nicht gerechnet, noch hatte er das notwendige Vorwissen. „Keiner von uns wusste so richtig, was wir taten“, sagte er. Er lobte auch die Hebamme und denkt, sie fand das ganze sogar ein bisschen witzig. Nach alldem sei er allerdings dennoch in einem Schockzustand gewesen und hätte sich erstmal einige Minuten hinsetzen müssen. „Ich habe deshalb sogar ein paar meiner Liefertermine am Nachmittag verpasst.“ Die jungen Eltern waren dafür in jedem Fall dankbar.

/ Geschrieben von Hanna Behn




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