Lagerplatz ist gefragt, wie sich auch am Flächenverbrauch für neue Logistikimmobilien zeigt. 

Immobilie im Rohbau Stahlkonstruktion
zhengzaishuru / Shutterstock.com

Unter anderem das Auftragsvolumen aus dem E-Commerce ist weiterhin auf einem hohen Niveau und damit auch der Bedarf an Fläche: Über vier Millionen Quadratmeter mehr Platz wird Immobiliendienstleister CBRE zufolge deshalb innerhalb der kommenden vier Jahre gebraucht. 

Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Neubau von passenden Arealen wider: 2,5 Millionen Quadratmeter Neubaufläche von Logistikimmobilien sind im ersten Halbjahr 2021 nach Angaben des Beratungsunternehmens Logivest entstanden. Logivest-CEO Kuno Neumeier rechnet damit, dass das Neubauvolumen das Niveau von 2020 erreicht oder sogar noch übertrifft. Er rechnet derzeit mit einem Jahresvolumen für 2021 von circa 5,3 Millionen Quadratmeter. 2020 lag der Wert bei 4,8 Millionen Quadratmetern. 

Die beliebtesten Logistikregionen Deutschlands

Der Immobilienberater wertete auch die beliebtesten Regionen für neue Standorte aus. Demnach seien allen voran in Duisburg/Niederrhein insgesamt 210.000 Quadratmeter neu bebaut worden. In Münster wurden im Zeitraum Januar bis Juni etwa 160.000 Quadratmeter neue Flächen gebaut, auf Platz drei liegt die Region Mitte Deutschland mit 135.000 Quadratmetern. Grund für die Entwicklung in der letztgenannten Region ist die Ansiedlung des Einzelhändlers Tegut, der hier über 92.000 Quadratmeter neue Fläche erschloss. 

Die Top-Regionen im Überblick zeigt die folgende Übersicht:

Grafik: Neubauentwicklung Top-Logistik-Regionen
Grafik: Logivest

Abseits der Top-Logistikregionen schreite die Entwicklung allerdings auch voran. Unter den zehn größten Entwicklungen seien bereits im ersten Halbjahr drei Neubauprojekte außerhalb der dreiundzwanzig Top-Regionen zu finden, so die Immobilienexperten. „Der Flächenmangel in den Ballungsgebieten, beziehungsweise die mangelnde Ausweisung von Logistikflächen, zeigen sich in einer immer stärker werdenden Abwanderung in die Peripherie“, so Kuno Neumeier. 

/ Geschrieben von Hanna Behn




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