Wegen der Hochwasser-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz konnten auch Paketdienste nur eingeschränkt arbeiten. Ein UPS-Zusteller ging seiner Arbeit aber trotz widriger Umstände nach – wofür ihn das Netz feiert.

UPS-Zusteller im Hochwasser
Screenshot Facebook-Post / Kathrin Gilles 15.07.

Das Hochwasser in mehreren Gemeinden im Westen Deutschlands hatte dramatische Auswirkungen. In der Logistikbranche führte sie u. a. zu massiven Einschränkungen. Die Paketdienste hatten vielerorts ihre Dienste eingestellt und Verzögerungen angekündigt. 

In der furchtbaren Situation dürfe „ein kleiner Sonnenstrahl“ nicht fehlen

Ein Zusteller von UPS aus dem rheinland-pfälzischen Mayen ließ sich aber offenbar nicht aufhalten. Eine Facebook-Userin filmte den Paketboten, als er in Badelatschen überflutete Gehwege durchquert, um seine Sendung auszuliefern, und veröffentlichte den Clip anschließend in dem sozialen Netzwerk. Die Netzgemeinde feierte seinen Einsatz und forderten UPS auf, ihm dafür doch gar eine Prämie zu zahlen. Aber auch kritische Kommentare fanden sich darunter, etwa, dass die Situation nicht für PR-Zwecke ausgenutzt werden solle und dass sich der Bote in Lebensgefahr begeben hatte. Die gefährlichen Strömungen haben zahlreiche Todesopfer, u. a. von Rettungskräften, gefordert.

Bei dem Zusteller handele es sich um einen in der Gemeinde sehr bekannten UPS-Mitarbeiter, der in seinem Job stets 100 Prozent gebe, ist den Kommentaren unter dem Post weiter zu entnehmen. Die Facebook-Userin, die den Clip postete, schreibt zu kritischen Stimmen unter anderem: „Dieser Paketbote ist seit 20 Jahren dabei und ein Mayener Original, daher kennen Ihn auch so viele Leute. Und ich finde gerade weil die ganze Situation so furchtbar ist, darf zwischendrin ein kleiner Sonnenstrahl nicht fehlen, indem man die kleinen Alltagshelden für Ihren Einsatz ehrt.“  

/ Geschrieben von Hanna Behn




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