Wenn der Zusteller das Paket nicht wie versprochen bringt, steckt durchaus auch etwas ganz anderes dahinter als gar Unwille, wie der Fall eines Hermes-Boten aus Nordhausen zeigt.

Notfallknopf im Fahrstuhl
Zephyr_p / Shutterstock.com

Paketboten, die nicht klingeln oder die Sendung eben nicht wie versprochen liefern – solche Beschwerden gibt es im Internet zuhauf. Gründe, warum Pakete umgeleitet werden oder der Zusteller das Paket nicht übergibt, gibt es dabei viele. 

Doch im Falle eines Thüringer Hermes-Zustellers war die Sachlage eine ganz andere: Dieser konnte seine gewohnte Liefertour nicht beenden, weil er auf dem Weg zu einer Kundin einem Fahrstuhl stecken blieb. 

Hermes-Paketbote entschuldigt sich in Facebook-Gruppe bei den Wartenden

Im Fahrstuhl soll es sehr heiß gewesen sein. Den eigenen Schätzungen des Lieferanten nach wären es bis zu 40 Grad Celsius gewesen, auch die Luft sei nicht so gut gewesen, schildert Thüringen24 dessen Berichte. Ein Anwohner hatte den Vorfall mitbekommen und alarmierte die Feuerwehr. Etwa eine halbe Stunde lang war der Zusteller eingesperrt, bevor diese ihn befreite. Er musste anschließend ins Krankenhaus, da er einen Kreislaufkollaps erlitt – der Arzt habe ihm die Weiterfahrt verboten. 

Doch mit diesem Pflichtbewusstsein war es noch nicht genug. In einer Facebook-Gruppe für die Gemeinde Nordhausen hat er sich sogar bei seinen wartenden Kundinnen und Kunden entschuldigt – die Aufklärung sei ihm ein wichtiges Anliegen gewesen und er wollte die fehlenden Pakete am nächsten Werktag zustellen, heißt es. Die Netzgemeinde feierte ihn und reagierte mit über 300 Kommentare und mehr als 200 Likes positiv auf seine Reaktion.

 

/ Geschrieben von Hanna Behn




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