DHL Parcel UK und HelloDone wollen mit einem KI-gestützten Verfahren die Zustellung nach Hause barrierefreier gestalten. 

DHL Zustellerfahrzeug in London
Octus_Photography / Shutterstock.com

Für Menschen mit Behinderungen, eingeschränkter Mobilität oder für gefährdete Personengruppen ist die Zustellung von Lieferungen an die eigene Haustür zum Teil mit Herausforderungen verbunden. Damit sich Zusteller besser auf deren Situation einstellen können, haben sich der britische DHL-Ableger DHL Parcel UK und das Technologie-Unternehmen HelloDone zusammengetan. Ihre Idee ist, beliebte Messenger-Apps mit der Paketverfolgung des Zustellunternehmens zu kombinieren, damit der Paketbote auf der letzten Meile über Anforderungen zur Barrierefreiheit informiert ist.

„Kunden mit Behinderungen und anderen Beeinträchtigungen werden immer wieder mit unwürdigen und herausfordernden Liefererfahrungen konfrontiert. Diese Ungleichheit in der Post-Purchase-Reise war nie offensichtlicher als während der Pandemie, da immer mehr von uns online für Waren und Dienstleistungen einkaufen“, erklärt Sean Sherwin-Smith, General Manager im Bereich Postzustellung bei HelloDone, laut einer Meldung des internationlen News-Portals PostandParcel

Zusteller kann über längere Wartezeit oder sicheren Ablageort informiert werden

Mithilfe der Kommunikationstechnologie von HelloDone, die auf künstlicher Intelligenz basiert, soll es Kunden und Kundinnen des Logistikers möglich sein, dem jeweiligen Zusteller Hinweise zur Barrierefreiheit bei der Abholung und Abgabe von Sendungen zu geben. Angedacht sei beispielsweise eine „Just in Minute“-Funktion (JAM). Mit dieser wird der Zusteller darauf hingewiesen, dass er am Zustellort etwas länger als üblich warten muss, damit ein Mensch mit Behinderung genügend Zeit hat, die Haustür zu öffnen. Eine weitere Mitteilung an den Ausliefernden könnte die Ablage an einem sicheren Ort betreffen. 

Die barrierefreie Lieferoption soll sich einfach beim Checkout im Online-Shop auswählen lassen, wodurch sowohl die Anwendungshürden für Kunden als auch der Integrationsaufwand für Händler möglichst gering ausfallen würde. 

„Wir sind stolz darauf, unsere selbst entwickelte KI-Technologie zu nutzen, um gängige Lieferprobleme für Menschen mit Behinderungen zu lösen. Gemeinsam mit dem Team von DHL Parcel UK sind wir davon überzeugt, dass die neuen Funktionen für Barrierefreiheit nicht nur die Ängste der Kunden minimieren, sondern auch den Einzelhändlern dabei helfen, Vertrauen und Loyalität bei diesem sehr wichtigen Verbrauchersegment – mit erheblicher Kaufkraft – aufzubauen“, ist Sean Sherwin-Smith überzeugt.

/ Geschrieben von Hanna Behn




Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Captcha aktualisieren