DHL-Packstationen wurden für zwei Kinder zu einer ungeahnten Falle: Beim Spielen hatten sie sich in den Paketfächern eingeschlossen – die Feuerwehr musste helfen. 

DHL Packstation
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In Nordrhein-Westfalen kam es in der vergangenen Woche gleich zu zwei unglücklichen Vorfällen an den Versandstationen der Deutschen Post DHL Group: In Wuppertal musste ein Neunjähriger und in Dortmund ein Zwölfjähriger jeweils für kurze Zeit in den verriegelten Paketfächern ausharren, bis Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehr sie aus dem engen Fach retteten. 

Herumdrücken auf dem Display öffnete die Fächer

Normalerweise lassen sich die Fächer der Packstationen nur durch bestimmte Eingaben auf dem zugehörigen Display öffnen und sind ansonsten verschlossen. Durch Probieren und langes Herumdrücken war es den betroffenen Jungen und ihren Spielkameraden dennoch jeweils gelungen, eines der größeren Fächer aufzubekommen. 

Dies wurde am vorletzten Sonntag, dem 14. März, zwei Brüdern aus Wuppertal zum Verhängnis: Der kleinere Neunjährige klettere in das geöffnete Fach und sein elfjähriger Bruder drückte die Tür von außen zu. Diese ließ sich anschließend jedoch weder von innen noch von außen wieder öffnen. Ein Passant erkannte das Problem und rief die Feuerwehr, die das Fach aufbrach und den jüngeren Bruder befreien konnte. Er blieb unverletzt, beide Geschwister standen allerdings unter Schock, berichtete der WDR über den Vorfall. 

DHL-Mitarbeiter konnte das Fach nicht öffnen

In Dortmund wiederholte sich ein ähnliches Szenario am Samstagabend des 20. März: Drei Zwölfjährige hatten an der Paketstation gespielt und dabei eines der Versandfächer öffnen können. Ein Junge kletterte hinein, seine Freunde schlossen das Fach „und gaben einen Versandcode ein“, heißt es in der entsprechenden Mitteilung der Dortmunder Feuerwehr zu dem Hergang. Gegen 18:50 Uhr habe dann ein Anrufer der Feuerwehr gemeldet, dass eines der Kinder in der Packstation eingeschlossen ist. Ein DHL-Mitarbeiter, der hinzugezogen wurde, konnte das Fach allerdings auch nicht öffnen, schreibt die Feuerwehr weiter. Daraufhin hätte diese die Befreiung des Jungen übernommen. Er wurde vorsorglich vom Rettungsdienst untersucht und blieb ebenfalls unverletzt.

/ Geschrieben von Hanna Behn





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