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Eine neue nachhaltigere Lösung für die Paketzustellung erprobt Hermes aktuell mit Ford in der Londoner Innenstadt. Dafür arbeiten Laufboten mit Lieferfahrzeugen zusammen.

Zusteller mit Paket
Gorodenkoff/Shutterstock.com

KEP-Dienstleister Hermes und Fahrzeughersteller Ford sind eine strategische Zusammenarbeit eingegangen und testen aktuell in der Londoner Innenstadt eine neue und vor allem nachhaltige Methode, um Pakete umweltfreundlich und schnell an die Kunden auszuliefern. Das Pilotprojekt wurde bereits zur paketreichen Weihnachtszeit in drei Postleitzahlenbereichen in der englischen Hauptstadt getestet.

Zwei Ford Transit-Transporter arbeiten dabei zusammen mit acht Fußgängerkurieren, die ausgestattet mit großen Rolltaschen die Pakete zu den Kunden bringen. Dabei erfolgt die Sendungsübergabe von Lieferfahrzeug an die Boten an strategisch sinnvollen Übergabepunkten, die mithilfe einer cloudbasierten, multimodalen Routing- und Logistiksoftware koordiniert wird. Die Standorte werden so gewählt, dass sie dem Fußgängerkurier unnötig lange Wege ersparen. Eine einfache Smartphone-App zeigt ihnen dabei den Standort der Übergabe und den wirtschaftlichsten Weg zu den Empfängern an.

Neue Gruppe von Arbeitskräften gewinnen

„Wenn die Paketzustellung künftig intelligenter koordiniert wird, können die Spediteure nachhaltiger und effizienter arbeiten – und gleichzeitig ein besseres Erlebnis für die Kunden erzielen. Unsere Versuchsdurchläufe mit Hermes haben gezeigt, wie multimodale Lieferungen auch zu Spitzenzeiten des Jahres skalierbar und effektiv sein können“, betont Tom Thompson, Project Lead bei Ford Mobilit laut logistra.

Nach Angaben der beiden Unternehmen brachte der Testbetrieb sehr positive Ergebnisse zum Vorschein. So lieferten die zwei Transporter und acht Zusteller genauso viele Sendungen aus wie sechs vergleichsweise eingesetzte Fahrzeuge ohne entsprechende Fußgängerkuriere und das sogar in kürzerer Zeit.

Für Hermes bietet diese Art der Zustellung sogar gleich mehrere Vorteile. „Das augenblicklich erprobte Betriebsmodell lässt sich bei Bedarf problemlos ausbauen, um einerseits eine steigende Nachfrage zu erfüllen und andererseits neue Arbeitsplätze zu schaffen für Kuriere, die kein Fahrzeug mehr fahren oder besitzen müssen“, so Carl Lyon, Chief Operating Officer, Hermes UK.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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