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Der Paket-Dienstleister DTDC aus Indien setzt beim Sortieren der Pakete auf die neuste Technologie. Mit einem 25-armigen Roboter sollen zukünftig 3.600 Pakete pro Stunde, also ein Paket pro Sekunde, sortiert und somit die Leistungsfähigkeit erheblich gesteigert.

Ineinandergreifende Zahnräder schweben über einer Hand
© vege – fotoia.com

In der Logistik wird immer mehr Hightech eingesetzt um der steigenden Paketlast Herr zu werden. Der aus Indien stammende Kurier- und Fracht-Dienstleister DTDC setzt deshalb auf einen 25-armigen Sortier-Roboter, der ein Paket pro Sekunde sortieren soll.

Mehr Produktivität durch Roboter

Die Initiative von DTDC ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie die Logistik versucht, mit mehr Hightech den Anforderungen des schnell wachsenden E-Commerce gerecht zu werden und wie zunehmend Aufgaben von Menschen an Maschinen und Roboter abgegeben werden.

Sanjeev Mehta, Vice President und Head of Product & Design bei eKart, dem Logistikpartner von Flipkart.com, erklärt gegenüber ETRetail.com: “Durch den Einsatz von Automatisierung und Robotik und den damit zusammenhängenden Austausch bei manuell intensiven Aufgaben, erwarten wir eine Reduzierung der Zeit. Außerdem können wir so schneller auf die neu entstehenden Forderungen reagieren und in den meisten Fällen sogar antizipieren.“

Ekart setzt in seinen Sortierzentren mittlerweile vermehrt auf Automatisierung. Gerade im Pick-Bereich und dem Bewegen von Paketen werden zunehmend Roboter eingesetzt. Zudem soll künftig auch im Bereich Sortierung auf mehr Technik gesetzt werden. Wie hoch die Investitionen sind, die unter anderem Flipkart auf sich nimmt, um die neue Technik zu integrieren, ist nicht bekannt. Und auch Amazon Indien setzt auf die Technologie und plant nach Angaben eines Branchenexperten sein erstes vollautomatisches Sortiersystem in einem seiner elf Logistikzentren. Amazon selbst äußert sich zu den Plänen nicht.

Schneller auf neue Anforderungen reagieren

Mit dem stetigen Wachstum des E-Commerce müssen die Logistiker mithalten können. So basiert nach Ansicht von Apurva Vadera, Mitarbeiter bei GreyOrange India, einer in Indien ansässigen Robotik-Firma, die Notwendigkeit der Automatisierung auch in dem Konzept der zeitlich begrenzten Nachfrage von Produkten und erklärt es an einem Beispiel: „In einem Monat hat man ein iPhone-Modell, dass sich sehr schlecht verkauft. Wenn dann plötzlich ein Händler eine Rabatt-Aktion startet, steigt die Anzahl der Bestellungen extrem an. Stellt sich die Frage, wo man plötzlich die Manpower hernehmen soll, um diesen Ansturm zu bewältigen.“

Um diesen und anderen Anforderungen gut gerüstet entgegen treten zu können, setzt Flipkart und andere Großunternehmen wie Gojavas, Aramex, Delhivery und DTDC seit 2009 auf die Sortieranlagen von GreyOrange. So wird zum Beispiel bei DTDC mittlerweile ein 25-armigen Roboter eingesetzt, der 3.600 Pakete pro Stunde, also ein Paket pro Sekunde, sortieren kann.

 

/ Geschrieben von Julia Ptock


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