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Nach einer Kündigung auch das Firmeneigentum wieder abliefern? Diese Mühe wollte sich ein Amazon-Zusteller aus den USA nicht mehr machen. 

Schlüssel in Zündung
The Len / Shutterstock.com

Ein Amazon-Paketbote fasste an einem Montag den prompten Entschluss, nicht länger für das Unternehmen arbeiten zu wollen. Mitten in seiner Schicht stellte er seinen Lieferwagen ab und twitterte, dass er „mit dem Scheiß Amazon-Fahren aufhöre“. Damit aber nicht genug, denn offenbar hatte er auch keine Lust mehr, den Lieferwagen – in diesem Fall einen im Auftrag von Amazon genutzten FedEx-Ground-Transport – zu Amazon zurückzubringen. 

Stattdessen ließ er das Fahrzeug einfach an einer Tankstelle stehen – vollgetankt und sogar mit dem Schlüssel im Zündschloss! Und teilte dann noch der ganzen Welt öffentlich auf Twitter mit, wo genau er es zurückgelassen habe, samt der Aufforderung „y’all can have that bitch“ – auf Deutsch etwa: Ihr könnt das „Auto” alle haben.

Zusteller war die Bezahlung zu gering

Die Tour des Zustellers war im Übrigen noch gar nicht beendet, wie Tag24 mit Bezug auf den lokalen US-Fernsehsender Fox 2 Detroit berichtet. So sollen sich in dem Wagen auch noch Sendungen befunden haben. Amazon habe den Transporter im Übrigen schnell sichergestellt. Ob Pakete fehlen, sei aber unklar geblieben.

Der Grund für die Kündigung des Mitarbeiters war im Übrigen, dass ihm für seine 12-Stunden-Schichten – in denen er bis zu 200 Pakete auslieferte – die Bezahlung zu gering war. Er habe dafür pro Stunde 15,50 US-Dollar (13,80 Euro) erhalten, zusätzlich soll die Corona-Pandemie für weiteren Stress bei Zustellung gesorgt haben. Jetzt wolle sich der 22-Jährige auf seine Bildung fokussieren.

/ Geschrieben von Hanna Behn


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