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Die Deutsche Post DHL Group konnte das zweite Quartal 2020 mit einem Gewinn abschließen. Das zeigen die vorläufigen Geschäftszahlen des Unternehmens. Davon sollen auch die über 500.000 Mitarbeiter profitieren.

Fahnen Deutsche Post DHL
nitpicker/Shutterstock.com

Die Coronakrise spielt der Deutschen Post DHL Group in die Karten und lässt den Gewinn des Unternehmens im zweiten Quartal des aktuellen Jahres anwachsen. Das zeigen die vom Logistiker jetzt veröffentlichten vorläufigen Geschäftszahlen. Demnach konnte das Ebit um rund 16 Prozent auf 890 Millionen Euro (2019: 769 Millionen Euro) wachsen. „Darin sind neben bereits erwarteten rund 100 Millionen Euro Belastungen aus der Neuausrichtung des StreetScooter-Geschäftes zusätzlich rund 100 Millionen Euro an einmaligen Sonderabschreibungen enthalten, die durch die Lockdown-Maßnahmen ausgelöst wurden“, wie das Unternehmen zu den Zahlen in der Mitteilung schreibt.

Besonders positiv auf das Geschäft der Deutschen Post DHL Group hat sich die Entwicklung des Online-Handels ausgewirkt. Hier konnten nach eigenen Angaben seit Ende März gewachsene Sendungsmengen sowohl international als auch im deutschen Paketgeschäft verzeichnet werden. Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet der Konzern ein operatives Ergebnis zwischen 3,5 und 3,8 Milliarden Euro.

Corona-Bonus für Mitarbeiter

Von den guten Ergebnissen sollen in diesem Jahr auch die Mitarbeiter profitieren. Wie der Logistiker schreibt, werden die mehr als 500.000 Mitarbeiter auf der ganzen Welt eine Sonderprämie in Höhe von je 300 Euro erhalten. Für den Corona-Bonus sollen über 200 Millionen Euro ausgegeben werden. „Wir haben unser Unternehmen bisher sehr gut durch diese Krise gesteuert. Das verdanken wir unseren engagierten Kolleginnen und Kollegen weltweit. Nur durch den unermüdlichen Einsatz unserer Teams haben wir es geschafft, die Lieferketten und damit die weltweite Versorgung aufrecht zu erhalten“, so Frank Appel, Vorstandsvorsitzender Deutsche Post DHL Group.

Eine genaue Prognose für die Geschäftsentwicklung bis 2022 wollte der Konzern aufgrund der dynamischen Lage noch nicht abgegeben. Stattdessen wurden drei mögliche Szenarien vorgestellt, im besten Fall rechnet das Unternehmen mit einem Ebit von mehr als 5,3 Milliarden Euro.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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