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Die großen deutschen KEP-Dienstleister haben verschiedene Methoden, um ihre Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.

Coronaviren
Corona Borealis Studio/Shutterstock.com

Der Coronavirus ist allgegenwärtig und breitet sich auch hierzulande immer weiter aus. Um eine Ansteckung zu verhindern, haben einige Firmen weltweit bereits Home Office für die Mitarbeiter angeordnet. Allerdings lässt sich nicht bei allen Berufsgruppen der Kontakt mit anderen Menschen vermeiden. Besonders auf Paketboten trifft dies zu. Die hiesigen Zustelldienste haben dafür verschiedene Methoden ins Leben gerufen, um ihre Mitarbeiter zu schützen.

DHL verweist auf Hygiene, Hermes richtet Krisenstab ein

Die Internetworld hat unter anderem bei der DHL nachgefragt, wie das Unternehmen denn mit dem Risiko umgeht. Der Konzern verweist hauptsächlich auf die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. „Generell empfehlen wir somit gute Handhygiene, eine korrekte Hustenetikette sowie das Einhalten eines Mindestabstandes zu eventuell kranken Personen.“ Außerdem hält der Konzern Notfallpläne bereit und bittet Paketempfänger, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, Ablageverträge zum Sendungsempfang zu nutzen.

Bei Hermes habe man einen Krisenstab eingerichtet und weist die Mitarbeiter an den Standorten regelmäßig auf die notwendige Hygienemaßnahmen hin. „Des Weiteren stellen wir sicher, dass an allen Standorten ausreichende Mengen mit viruzid wirksamen Desinfektionsmitteln zur Verfügung stehen“, heißt es von Pressesprecher Friedemann König.

DPD und GLS setzen auf Vorsorge

Wie die Recherchen der Internetworld ergeben haben, setzt die DPD ebenfalls auf Hygienemaßnahmen: „Für alle Standorte existieren aktualisierte Pandemiepläne, um unseren Service auch im Falle einer Ausweitung von Coronafällen aufrechtzuerhalten“, so DPD-Sprecher Sebastian Zeh. Zusätzlich wird versucht, mehr Empfänger zu einer Abstellgenehmigung zu bewegen, um den Kontakt zwischen Kunden und Paketbote zu reduzieren.

Ähnlich sieht es auch bei der GLS aus: Hier wurde die Standorte mit Desinfektionsmitteln und Einmalhandtüchern versorgt und Dienstreisen auf das nötigste eingeschränkt

Umfrage: Logistik-Branche zeigt sich größtenteils noch unbeeindruckt

Wie eine Blitzumfrage des Immobilienberatungsunternehmens Colliers International ergeben hat, zeigt sich ein Teil der Branche noch relativ unbeeindruckt von den aktuellen Entwicklungen. So gaben 41 Prozent der Studienteilnehmer an, noch keine Einschränkungen in ihren Geschäftsaktivitäten zu verzeichnen. Nur 15 Prozent haben bereits entsprechende Maßnahmen getroffen, welche über die Empfehlungen wie Home Office und verstärkte Hygienemaßnahmen hinausgehen. Bei zwei Prozent der befragten Unternehmen wurden bereits ganze Projekte gestoppt.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


Kommentare

#2 Michael Lenhard 2020-03-18 21:54
Wo ist denn der Sinn,??? bei dem Privatkunden sollen wir ohne Unterschrift zustellen und bei den Firmenkunden die noch mehr den Kontakt zu anderen Personen haben soll Unterschrieben werden, macht das so alles richtig Sinn ???
#1 Sonja Blieder 2020-03-17 10:21
was ist mit den Paketshops, dort sind solche Maßnahmen noch nicht. Die Kunden müssen auf einem Handy oder tablet unterschreben und das meist mit dem Finger. Diese werden nicht abgewischt. Wer weis wieviel Leute dort schon mit blosem Finger unterschrieben haben und evtl. Viren hinterlassen haben. Ich finde das unterschreiben mit dem Finger auf einem Pad welches nicht desinfiziert wurde besonders gefährlich.



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