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Bereits ab diesem Jahr kann die Deutsche Post mehr Porto für Päckchen aus China verlangen. Möglich macht dies eine neue Regelung.

Paket mit Chinaflagge
designer491 / Shutterstock.com

Seit Jahren wird der deutsche Markt mit Billigware aus China geflutet. Dass die chinesischen Online-Händler dafür nur ein sehr geringes Porto zahlen müssen, setzt sowohl Zustellunternehmen als auch deutsche Händler mächtig unter Druck. Damit soll nun Schluss sein: Die Deutsche Post kann bereits ab diesem Jahr das Porto für Päckchen aus China erhöhen. Das hatte die Regierung laut einem Bericht der FAZ auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion bekannt gegeben. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums dürfen die Gebühren in diesem Jahr bereits um 27 Prozent angehoben werden, in den kommenden Jahren kann das Porto dann noch weiter steigen.

USA hatte Änderungen gefordert

Die USA brachten den Stein für eine solche Änderung ins Rollen. Das Land hatte bereits Anfang vergangenen Jahres angedroht, aus dem Weltpostverein auszutreten, sollten die Regelungen beim Versand aus China in andere Länder nicht angepasst werden. China gilt im Weltpostverein noch als Schwellenland, Päckchen können daher viel günstiger in die EU oder die USA versendet werden. Im September hatten sich die 192 Mitglieder der Organisation dann einigen können und die Änderungen beschlossen.

„Von Anfang an hätte sich die Bundesregierung in dieser Frage auf die Seite der Vereinigten Staaten stellen sollen“, betont Reinhard Houben, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag. „Wichtig ist jetzt, dass die Bundesregierung als Hauptaktionär der Deutschen Post für eine zügige Anpassung der Gebühren für Sendungen aus dem Ausland sorgt.“

Die USA darf nach einer Sonderregelung bereits in diesem Jahr das Porto deutlich anheben, andere Staaten dürfen 2021 nachziehen. Eine leichte Gebührenanhebung kann die Deutsche Post aber bereits jetzt durchführen. Allerdings gibt es auch hier eine Obergrenze: Die Gebühren dürfen auch in Zukunft maximal 70 Prozent des Inlandsportos betragen und nur schrittweise angehoben werden.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


Kommentare

#2 Alexander Meier 2020-02-05 09:00
China ist sicher kein Schwellenland mehr. Millionen Jobs in der Produktion wurden seit den 70er Jahren in der westlichen Welt nach Südost Asien ausgelagert und meistens samt dem Know How hier vernichtet. Wann ist endlich Schluss mit dieser Bevorzugung. Bitte keine günstigen Pakete und Warensendungen mehr aus China. Da müssen die Marktpreise gelten. Und bitte aufhören über 600 Millionen Euro jedes Jahr, allein aus Deutschland, Entwicklungshil fe für China. Der chinesische Staatsfonds ist Billionen schwer. Die Chinesen brauchen unsere Entwicklungshil fe nicht mehr, in Europa und vor allem in Deutschland werden und wurden zig Tausende Produktionsarbe itsplätze vernichtet!
#1 Stephan Eschen 2020-02-03 12:53
Sollen wir nun 27 % Erhöhung feiern ? 27% von fast nichts ist immer noch nichts. Die Chinesen zahlten bis 2018 pauschal nur 45 Cent für ein Paket nach Deutschland , das wurde dann erhöht auf etwa 60 Cent. 27% mehr sind dann 76 Cent. LACHHAFT !! Die tatsächlich anfallenden Kosten liegen bei 20 Euro je Paket. Weiterhin werden diese Millionen Pakete der chinesischen Konkurrenz also vom deutschen Staat über den Weltpostverein bezahlt. Bis hier jeder deutsche Onlinehändler pleite ist. Deutschland musste für 2019 über 1 Milliarde Euro an den Weltpostverein zahlen.



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