Logo logistik Watchblog

In Niedersachsen entpuppte sich eine zunächst als normal erscheinende Verkehrskontrolle als Betrugsmasche. 

Polizeikelle für Verkehrskontrollen (Symbolbild)
Bjoern Wylezich / Shutterstock

Ein Paketfahrer wurde am Montag auf dem Weg von einer Bundesstraße zur Autobahn nach Hannover bestohlen. Der Paketbote wurde auf dieser Strecke von zwei angeblichen Polizisten in eine fingierte Verkehrskontrolle gelockt. 

Täter nutzten weder Polizeiwagen noch -uniformen

Dabei hätten sich die falschen Polizeibeamten allerdings nicht in einem Polizeiwagen, sondern in einem schwarzen BMW befunden. Auf dessen Heckablage prangte der für solche Kontrollsituationen typische Schriftzug „Bitte folgen“, durch die der Bote sich zum Hinterherfahren aufgefordert sah, schreibt die Hamburger Morgenpost.

Auf diese Weise lotsten die Betrüger den ahnungslosen Fahrer zu einem Feldweg nahe der Autobahn. Beide angebliche Beamte trugen keine Uniformen, sondern dunkle Alltagskleidung. Einer der beiden führte vorn mit dem Fahrer eine Verkehrskontrolle durch, während der Zweite am Heck bzw. an der Ladefläche des Kurierfahrzeugs beschäftigt war.

Schaden im fünfstelligen Bereich

Erst nachdem die Fake-Beamten wieder weg waren, stellte der Paketbote fest, dass die Hecktüren seines Wagens nicht verschlossen waren und außerdem zahlreiche Pakete gewaltsam geöffnet worden waren. Daraufhin verständigte der Fahrer dann die richtige Polizei. Der entstandene Schaden belaufe sich auf rund 42.000 Euro. Nach den Tätern werde derzeit gefahndet. 

/ Geschrieben von Hanna Behn


Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Captcha aktualisieren

Anchor Top