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Fahrer von Lkw oder KEP-Zustellfahrzeugen können künftig die eigene Arbeitszeit über eine App messen. 

Paketzusteller mit Smartphone
Tong_stocker / Shutterstock.com

Die mobile Anwendung stellt die Gewerkschaft Verdi für Berufskraftfahrer ab sofort zur Verfügung, wie diese kürzlich in einem Informationsschreiben u .a. auf ihrer Facebook-Seite angekündigte. Die App trägt den Namen „Dri.ve“, was übersetzt eben Fahren bedeutet und somit zur Tätigkeit passe. „Zufällig sind es die gleichen Buchstaben wie bei ver.di“, erklärte Stefan Thyroke, Bundesfachgruppenleiter Speditionen, Logistik und KEP bei Verdi, auf Nachfrage zur Namensgebung.

Ein digitales Fahrerhandbuch – zur Selbstkontrolle und als Beleg bei Rechtsstreitigkeiten

Bisher hat Verdi jedes Jahr im Herbst ein Fahrerhandbuch herausgebracht. Dieses werde auch weiterhin fortgeführt. Damit hatten und haben Berufskraftfahrer die Möglichkeit, ihre Lenk- und Ruhezeiten sowie sonstige Arbeitszeiten handschriftlich zu erfassen. „Die App ist der digitale Nachfolger“, sagt Thyroke und führt aus: „Diese Erfassung dient zum einen der Selbstkontrolle und zum anderen ist es geeignet, bei Rechtsstreitigkeiten entsprechende Erfassungen gegenüber dem Arbeitgeber geltend machen zu können.“

Die Daten werden laut Thyroke lediglich auf dem jeweiligen mobilen Gerät gespeichert, auf dem Fahrer via App ihre Lenk- und Ruhezeiten erfassen. „Die Daten werden nicht auf einem ver.di-Server gespeichert. Die App ist webbasiert und kommt ohne eigenen Server aus.“ Hierbei wird auch nicht erfasst, für welches Unternehmen der jeweilige Fahrer tätig ist.

App berechnet Bruttolohn automatisch

Auf einer Service-Seite informiert Verdi über weitere Funktionen der App. So kann die erfasste Arbeitszeit auch in einer Monatsübersicht betrachtet werden. Zudem lassen sich Spesen und Zuschläge eintragen. Anschließend kann die App das Bruttogehalt ausrechnen. Der Nutzer erhält auch „Wissen rund um den Beruf als Lkw- und KEP-Fahrerin und Fahrer“, heißt es auf der Service-Seite. Gleichsam kann Verdi Neuigkeiten aus der Gewerkschaft übermitteln, etwa via Push-Benachrichtigung. „Dort werden also Infos über Tarifabschlüsse, Treffen von Berufskraftfahrern oder sonstige wichtige Infos zu lesen sein“, so der Verdi-Bundesfachgruppenleiter. 

Die App gibt es sowohl für iOS- als auch Android-Geräte und kann über einen Zeitraum von acht Wochen erst einmal kostenlos getestet werden. Anschließend muss eine Mitgliedsnummer der Gewerkschaft eingetragen werden.

/ Geschrieben von Hanna Behn


Kommentare

#1 Hans Jung 2019-09-21 08:40
Ich hätte gerne gewusst: Arbeitszeit und Schichtzeit. Beispiel: 3 Std. Fahrt 1,5 Std ab o.aufladen Sichern 3 Std Fahren ab - aufladen 2 Std. 3 Std. fahren wieder Ab- Aufladen geht das von der Fahrzeit ab. Mein Arbeitgeber behauptet das gehört zur Schichtzeit. 9 Std Fahren und die 4 Std. zum Be - Entladen. Das sind 13 Std am Tag. Der Fahrer hat eine wöchendliche Arbeitszeit von 48 Std. Was muss ich in diesen 4 Std. Schichtzeit machen. Muss ich in der Schichtzeit Arbeiten oder wie sind die gedacht, für was. Rechnung: 5 x 13 = 65 Std in der Woche , im Monat 260 Arbeitsstd. Was sagt genau die Schicht zeit aus. Arbeiten oder Bereitstehen für Ladung . Bitte genau schreiben Was ist Arbeitszeit und was ist Schichtzeit und was muss ich in der Schichtzeit machen. 2400 Brutto keine Zulagen: nur Spesen. Wenn ich genau Rechne ich kämpfe mich durch den Verkehr ( manchmal Strafe zahlen ) fahre in den Morgenstd. oder in die Nacht . Lass mich dumm ansprechen von Staplerfahrer. stehe in Stau und und und. und das für einen Nettolohn 6,15 € die Std. Die Hilfsarbeiter bei Norma bekommen für Regale einräumen 11 € Std. Haben aber keinerlei Verantwortung ( vielleicht mal ein Gurkenglas kaputt ) bei uns Fahrer geht es um Menschen, ( Unfall )



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