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Die Stadt Graz will ein neues, umweltfreundliches City-Logistik-Modell einführen. 

Graz, Österreich, Innenstadt
Roman Babakin / Shutterstock.com

Die Lieferung und Abholung von Paketen stellt eine zusätzliche Belastung für die Park- bzw. Verkehrssituation in Innenstädten dar, ebenso erhöhen sich durch die Zulieferfahrzeuge auch die Schadstoff- und Lärmbelastung. Die Stadt Graz reagiert darauf nun mit dem neuen Logistikprojekt „GrazLog“. „GrazLog möchte erreichen, dass städtischer Warentransport zukünftig schadstoffärmer, günstiger und nachhaltiger gewährleistet werden kann“, erklärt die Stadt in einem Beitrag zum Förderprojekt. Ebenso wolle man damit auch Transportkosten senken.

Das Logistik-Konzept wurde laut der Verkehrsrundschau mit dem Austrian Institut of Technology (AIT) entwickelt. Regionale Logistiker und KEP-Dienstleister seien involviert. Gefördert wird das Projekt vom österreichischen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit). 

Unternehmensübergreifender City Hub 

In einem städtischen Logistikzentrum soll künftig die Lieferung bzw. Abholung von Waren koordiniert und abgewickelt werden. Hierbei arbeiten mehrere KEP-Dienstleister zusammen. „Die Zustellung und Abholung erfolgt in einem jeweils vereinbarten Zeitfenster im Zuge einer digital optimierten Tourenplanung, die erstmals aus einer Hand für alle beteiligten Transportdienstleister durchgeführt wird“, erläutert die Stadt zum Projekt. Weiterhin wolle man Paketboxen und Paketabgabemöglichkeiten an diesem City Hub testen. 

Transport mit umweltfreundlichen Fahrzeugen

Zur Auslieferung bzw. Abholung sollen „umweltfreundliche Fahrzeuge“ eingesetzt werden, dazu zählen laut der Stadt sowohl Lastenfahrräder als auch Elektrofahrzeuge. Einen konkreten Standort für das Zentrum gebe es bisher noch nicht.

Ein recht ähnliches Projekt mit zentralem Depot gibt es mit „KoMoDo“ auch schon in Berlin. Hier stellen DHL, DPD, GLS, Hermes und UPS vom gemeinsamen Logistiklager aus mit elf Lastenrädern Sendungen in einem Umkreis von drei Kilometern zu. Für das Projekt wurde insgesamt ein positives Fazit gezogen.

/ Geschrieben von Hanna Behn


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